SCHACH KONTRA ALZHEIMER
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SCHACH KONTRA ALZHEIMER
 
15.02.2002
 
Der folgende Artikel wurde uns freundlicherweise von der Chessgate AG zur Verfügung gestellt:

Informationsquelle: Süddeutsche Zeitung, Nr. 38 vom 14.2. (Sabine Olff); Jama

[sk] Mehrere wissenschaftliche Studien im Schulschach-Bereich belegen bereits, dass die rechte Form des Schachunterrichts für Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Gründen sehr zu empfehlen ist:

Neben kognitiven Effekten wie der Verbesserung des Konzentrationsvermögens, der Kombinationsfähigkeit und allgemein der kreativen Fantasie wird auch die soziale Kompetenz gestärkt: Der Schachspieler lernt, die Verantwortung für eigene Entscheidungen zu tragen und im Rahmen fester Regeln einen fairen Vergleichskampf auszutragen. Voraussetzung ist allerdings sicherlich ein gut strukturierter und kompetent geleiteter Unterricht!

Nun legt eine jüngst publizierte Studie von Forschern des Rush-Presbyterian-St. Lukes Medical Centers in Chicago noch weitergehende Schlussfolgerungen nahe: Als Fazit ihrer im Fachblatt »Jama« der amerikanischen Medizinervereinigung veröffentlichten Studie senkt mehrmals wöchentlich betriebener Denksport das Alzheimer-Risiko um bis zu 47 Prozent!

Zwar arbeiteten die Mediziner in ihrem Versuchsaufbau mit Methoden des geistigen Trainings wie Zeitungs- oder Bücherlesen, Puzzlespielen, Kreuzworträtsellösen, etc. Doch wird niemand bestreiten, dass Schachspielen eine besonders unterhaltsame und effektive Form des Gehirntrainings darstellt!

Im Versuchsaufbau befragten die Wissenschaftler etwa 800 Nonnen, Priester und Brüder über 65 Jahren über ihre geistigen Aktivitäten. Für täglich durchgeführten Denksport erhielten die Probanden eine Höchstzahl von fünf Punkten. Lediglich einen Punkt bekamen die Versuchspersonen gutgeschrieben, die nur einmal jährlich oder weniger irgendeine Form geistiger Aktivität ausübten. Über mehrere Jahre hinweg wurden nun die am Versuch beteiligten Personen auf erste Symptome der gefürchteten Demenz-Erkrankung untersucht.

Chessgate AG Als Resultat sank mit jedem auf ihrer Skala erzielten Punkt das Risiko der betreffenden Versuchsperson drastisch ab! Wie bereits oben erwähnt, konnte mehrmals wöchentlich betriebenes geistiges Training das Alzheimer-Risiko um bis zu 47 Prozent senken!

Übrigens kann auch ich selbst unter prominenten oder mir persönlich bekannten Schachspielern von keinem Fall einer Form der Altersdemenz berichten!

Die daraus zu ziehenden Schlüsse sind von beträchtlicher Relevanz, leiden doch allein in Deutschland etwa eine Million Menschen an dieser Erkrankung, die neben Gedächtnis-und Sprachverlust nicht selten auch Persönlichkeitsstörungen mit sich bringt. Somit kann das Schach neben dem reinen Spaß am Spiel auch als »Gehirnjogging« oder »Brainbuilding« einen wertvollen Beitrag zur geistigen Gesundheit leisten!

(Druckversion )

 
Stefan Kindermann