Deutsche Amateurmeisterschaften in Brühl
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Deutsche Amateurmeisterschaften in Brühl
 
5.11.2001
 

1. Qualifikationsturnier in Köln

Vom 02.11-04.11.2001 fanden in Köln das erste von fünf Qualifikationsturnieren für die Endrunde in Leipzig statt. Zwei von unserem Verein versuchten den Sprung in die Endrunde zu schaffen. Das Turnier wurde in fünf Wertungsgruppen aufgeteilt.
		A-Klasse: DWZ über 2100
		B-Klasse: DWZ 2100-1901
		C-Klasse: DWZ 1900-1701
		D-Klasse: DWZ 1700-1500
		E-Klasse: DWZ unter 1500
Die ersten fünf jeder Gruppe qualifizieren sich für die Endrunde in Leipzig.

Nach langen Eröffnungsreden begann das Turnier mit einer Stunde Verspätung. Die 1. Runde fing für mich gut an. Ich spielte als Schwarzer die Französische Verteidigung (Tarrasch-System) und kam aus der Eröffnung zufriedenstellend heraus. Lange verlief die Partie ausgeglichen. Im Endspiel fing die Partie erst richtig an spannend zu werden. Hier hatte ich die besseren Ideen und konnte die Stellung Zug um Zug verbessern und nach fast fünfstündigem Kampf hatte ich zwei Bauer auf der b und d Linie, die kurz vor der Damenumwandlung standen, und Turm gegen Turm. In dieser Stellung musste mein Gegner aufgeben.

Die 2. Runde verlief unglücklich für mich. Nachdem die Partie sehr lange ausgeglichen stand kam ich in Zeitnot. Ein Remisangebot lehnte mein Gegner natürlich in bessere Zeit ab. Jetzt versuchte ich auf Gewinn oder Verlust zu spielen. Öffnete die h-Linie und es begann ein verrücktes hin und her Geschiebe von Schachfiguren, wo ich zuerst auf Verlust stand und danach plötzlich die Chance hatte den d-Bauern sicher in eine Dame umzuwandeln. Verpatzte diese Möglichkeit und verlor am Ende über Zeit. Zum Schluss blieben ein Turm gegen Turm und ein Bauern mehr für meinen Gegner übrig. Er selber hatte am Ende auch weniger als zwei Minuten auf der Uhr.

In der 3. Runde spielte ich als Schwarzer die Französische Verteidigung (Vorstoßvariante). Nachdem ich den ersten Tag fast zehn Stunden spielen musste. Die Partie hatte nach 1½ Stunden ein schnelles Ende für meine Gegnerin. Ich bot ihr Springer und Läufer gegen Turm und Bauern an. Sie ging darauf ein und es erwies sich als schwerer Fehler. Sie öffnete mir dadurch die h-Linie und durch eine erzwungene vierzügige Kombination stand sie danach in einer hoffnungslos verlorenen Stellung und musste aufgeben.

In der 4. Runde hatte ich einen starken Gegner erwischt. Vom ersten bis zum letzten Zug spielte er eine klasse Schachpartie, in der ich nie eine Chance hatte. Nach 32 Zügen und drei Stunden Spielzeit hatte er mich genügend zusammengeschoben und ich konnte die Partie aufgeben. Und vergab somit meine letzte Möglichkeit auf die Endrunde.

Nach der Enttäuschung aus der 4. Runde wollte in der 5. Runde nur noch auf Sieg oder Niederlage spielen. Spielte als Weißer die Königsindische Abtauschvariante mit entgegengesetzter Rochade und versuchte schnell einen Königsangriff einzuleiten. Allerdings wollte mein Gegner nur auf Remis spielen. Er baute sich eine undurchdringbare Bauernkette auf und ich musste mich auf ein Remis einlassen.

Am Ende hatte ich 2½ Punkte aus 5 Runden geholt. Dies bedeutete Platz 26 von 53 Teilnehmern in meiner Gruppe.

Für unser Neumitglied Alexander Kalinowski ging es darum, in diesem Turnier gegen etwa gleichstarke Gegner Erfahrungen zu sammeln. In Runde 2 und 5 hatte er wenig Chancen zu gewinnen und verlor relativ schnell. Allerdings hatte er in Runde 1 und 4 gute Gewinnmöglichkeiten übersah leider noch diese Chancen und verlor diese Partien. Runde 3 gewann er kampflos. Am Ende hatte er 1 Punkt aus 5 Runden geholt. Dies bedeutete Platz 37 von 42 Teilnehmer in seiner Gruppe.

Insgesamt nahmen aus den fünf Wertungsgruppen 221 Schachspieler aus ganz Deutschland an diesen Turnier teil.

Die weiteren Termine für die anderen Qualifikationsturniere sind

am 07.12.-09.12.2001 in Aalen
am 11.01.-13.01.2002 in Hamburg
am 15.02.-17.02.2002 in Hannover und
am 08.03.-10.03.2002 in Dresden.
Die Endrunde ist vom 09.05.-11.05.2002 in Leipzig.
 
Giuseppe Salamone