Endrunde Bezirksliga 2001
Springer St. Tönis

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Endrunde Bezirksliga 2001
 
20.05.2001
 
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Erstmals richtete der Bezirk Linker Niederrhein die Endrunde der Bezirksliga und der Bezirksklassen geschlossen an einem Ort aus. Die Wahl fiel auf den SC Springer St. Tönis, der sich dafür mit großem Einsatz bedankte, um dieses schachliche Großereignis zu einem Erfolg werden zu lassen. Ob dies gelungen ist können 256 (teilnehmende) Schachspieler und eben so viele Zuschauer beurteilen. Aus Veranstalter Sicht können wir sagen: es war viel Arbeit (insbesondere im Vorfeld), es hat sich aber gelohnt und wir können jedem Verein nur empfehlen, sich für die Veranstaltung der Endrunde zu bewerben. Eine bessere Werbung für den Verein (und natürlich den Schach Sport) gibt es nicht!

An dieser Stelle möchte ich mich bei den Sponsoren bedanken, die diese Veranstaltung ermöglichten: die Firma Real (die u.a. mit hunderten von Frikadellen und Würstchen für das leibliche Wohl sorgte), die Sparkasse Krefeld, die Stadtwerke Tönisvorst und die Chessgate AG , welche Spielmaterial und Uhren zur Verfügung stellte.

Die Planung dieses Großereignisses wurde von unserem Vorstand verstärkt durch ein "Bezirksteam" (Spielleiter Dieter Müllers und Bezirksvorsitzender Hans-Jürgen Dorn) durchgeführt. Für die Mehrzahl von uns begann die Arbeit aber erst am Samstag. Ungefähr 20 "Springer" fanden sich ein, um den Boden der Halle auszulegen, mehr als 64 Tische und 256 Stühle, die wir von der Turnerschaft und auch von der Stadt Tönisvorst bekamen, ab zu holen und auf zu bauen. Anschließend wurden 128 Schachbretter aufgebaut (4096 Figuren!) und eben so viele Uhren gestellt, es wurden Brett Schilder aufgestellt, Ergebnistabellen und Paarungstafeln angebracht, so dass die meisten bis 20.00 Uhr beschäftigt waren!

Am Sonntag eröffnete Bürgermeister Albert Schwarz, den wir als Schirmherr gewinnen konnten, das Großereignis. Bei den Verantwortlichen stieg die Spannung: wurde nichts vergessen, würde alles glatt laufen? Als sich nach und nach abzeichnete, dass die Planung perfekt war, ließ die Spannung nach und man konnte Schach pur an 128 Brettern genießen.

Um Teilnehmer und Zuschauer laufend über den aktuellen Stand der Mannschaftskämpfe informieren zu können, hat sich unser Pressewart Claus Hamacher etwas besonderes einfallen lassen. Er brachte einen Laptop und einen Beamer mit, so dass wir die Ergebnisse auf eine ca. 1,5 x 2 m große Fläche projezieren konnten. Von Zeit zu Zeit ging er mit seiner digitalen Videokamera durch den Saal um die spannendsten Szenen einzufangen, die dann auch auf die Wand projeziert wurden - ein Service, der nicht nur informativ sondern auch sehr unterhaltsam war und bei den Schachfreunden sehr gut ankam!

Nun möchte ich natürlich auch ein paar Worte zum rein schachlichen Teil verlieren: Da hauptsächlich in der Bezirksliga die Entscheidungen um den Auf- und Abstieg noch nicht gefallen waren (siehe den Vorbericht ), gab es viele spannende Kämpfe, die aber alle fair verliefen und ohne Protestfall über die Bühne gingen. In der Bezirksliga konnte Kleve II durch einen Sieg über Springer II den Aufstieg in die Verbandsklasse perfekt machen. Eben jene Springer und auch die SG Krefeld I dürfen in der nächsten Saison ihr "Können" in der Bezirksklasse unter Beweis stellen.

In der Bezirksklasse Nord war eigentlich schon vor dem Spieltag alles klar: Kranenburg II steigt in die Bezirksliga auf, die Schachfreunde aus Nierswalde II steigen ab. Auch in der Bezirksklasse Süd waren keine Überraschungen zu erwarten: Turm Brüggen steigt verlustpunktfrei in die Bezirksliga auf und die SG Hochneukirch II steigt ab. In der Bezirksklasse Mitte gab sich St. Hubert gegen Turm Krefeld V keine Blöße, gewann souverän mit 5½:2½ und spielt im nächsten Jahr in der Bezirksliga. Nettetal II hatte vor der Saison die Mannschaft zurückgezogen und stand somit als erster Absteiger fest. Da aus der Bezirksliga zwei "Mitte" Vereine absteigen, muss auch die SG Krefeld II aufgrund des schlechteren Brettpunkt Verhältnisses "dran glauben".

Nach der abschließenden Siegerehrung waren die "Springer" wieder gefragt. Um die 20 Schachfreunde waren geblieben, um die Figuren ab zu räumen, die Tische ab zu transportieren und auf zu räumen. Dafür gab's dann aber auch gratis Getränke und - Frikadellen, von denen am Ende doch noch um die 300 übrig waren!

Der heutige Tag war sicherlich nicht nur ein Highlight im Schachkalender des Bezirks, sondern auch eine gelungene Werbung für das Schach, wie neben gut 300 Zuschauern auch die Anwesenheit von Pressevertretern dreier Zeitungen zeigte. Für die Zukunft ist sogar geplant, dass die A - Klassen zu den Bezirksklassen hinzu stoßen, so dass die Größe der Veranstaltung gut und gerne verdoppelt würde! Vielleicht könnten dann sogar lokales Radio oder Fernsehen zu Berichterstattungen gewonnen werden. Wir können froh sein, dass wir einen derart agilen Bezirksvorstand haben, bei dem ich mich an dieser Stelle für das in den Schachclub Springer gesetzte Vertrauen bedanken möchte.

 
Roland Nepsen