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Springer I - Elberfeld II 4 : 4
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| 12.11.2000 |
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Nachdem wir im letzten Kampf mit drei Ersatzspielern antreten mussten, fehlte heute nur Peter der Große. Für ihn kam wiederrum Günter Krauhausen zum Einsatz. Da Elberfeld die nominell schwächste Mannschaft in der Liga ist, rechneten wir uns gute Chancen auf einen Sieg aus.
Leider ging es nicht so gut los. Treffpunkt war 09.45 am Jugendfreizeitheim in St. Tönis, wo seit dieser Saison ja die Heimkämpfe ausgetragen werden. Bis auf Thomas und Werner waren auch alle pünktlich, und selbst die beiden waren vor 10.00 Uhr da. Nur Sascha Aretz fehlte - er ist der einzige, der das Jugendheim aufschließen kann. Nachdem Ralf ihn per Handy erreichte, kam er auch noch kurz vor 10 Uhr. Überrascht stellten wir fest, dass Sascha die Bretter schon am Vorabend aufgebaut hatte, so dass wir doch noch ohne nennenswerte Verzögerung loslegen konnten.
- Brett 1: Arold (2092) - Nepsen (2104) 0 : 1
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Nach einer relativ ausgeglichenen Eröffnung dachte ich schon an das Remis, als mein Gegner plötzlich am Damenflügel loslegte. Dabei ging er doch etwas zu sorglos vor, und ich erhielt einen Freibauern auf a3, den ich zwar einerseits nicht vorrücken konnte, der aber andererseits die weißen Figuren fesselte. Hätte mein Gegner seine einzige freie Figur (seinen König) ruhig hin und her gezogen, wär das Remis wohl unvermeidlich gewesen, da ich keinen Ansatzpunkt hatte, die weiße Stellung zu knacken. Weiß wollte aber mehr und riss die Stellung am Königsflügel auf. Zeitnotbedingt spielte ich nicht ganz optimal und hätte in eine leicht schlechtere Stellung kommen können. Die ersten Züge nach der Zeitkontrolle spielte Weiß jedoch wieder zu leichtfertig, was ich zu meinen Gunsten ausnutzen konnte.
- Brett 2: Fischdick (2016) - Kaiser (2046) 1 : 0
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In Werner's Partie war eigentlich nicht viel los. Er stand die ganze Zeit leicht besser. Am entscheidenden Punkt hätte Schwarz durch ein Bauernopfer die weiße Bauernstellung sichtlich entwerten können und so ein gleiches Spiel erhalten. Statt dessen schoss Schwarz einen groben Bock, der einen Bauern (zusätzlich zum geopferten Bauern) kostete.
- Brett 3: Fuchs (1992) - Basen (2015) 1 : 0
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Thomas kam recht gut aus der Eröffnung heraus und setzte mit Schwarz seinen Gegner ganz schön unter Druck. Dabei ging er nicht ganz optimal vor und hätte zwischenzeitlich mal eine Qualität verlieren können. Weiß traute sich jedoch nicht - wahrscheinlich schätzte er die Lage falsch ein. Nach Abtausch der Damen bekam Thomas ein Remis Angebot, musste aber weiterspielen, da der Kampf nicht gut stand. Er hätte im weiteren Verlauf einen Bauern gewinnen können, was er aber übersah. Mit ... e5-e4 wollte er später die Stellung festlegen, was sich aber als Fehler erwies. Im folgenden Bauernendspiel waren sowohl der Bauer e4 als auch das Feld d4 die entscheidenden Schwächen.
- Brett 4: Kothen (2029) - Podder (1963) ½
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Helmut spielte mit Weiß eine sehr scharfe Variante der Benoni Verteidigung, die er (natürlich) nicht kannte. So geriet er sehr schnell erst in eine schlechte Stellung und nach einem weiteren Fehler in eine Verlust Stellung. Schließlich gab er eine Figur gegen 2 Bauern, jedoch konnte er mit den verbliebenen 2 Türmen das Ende eigentlich nur verzögern. Sein Gegner brachte es dann tatsächlich fertig, sich so geschickt aufzustellen, dass Helmut ein Dauerschach hatte!
- Brett 5: Martin (1882) - Hamacher (2108) 1 : 0
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Die Partie von Claus liegt mir leider nicht vor. Was ich gesehen habe ist, dass er aus der Eröffnung zunächst ganz gut herauskam, dann jedoch einige schlechte Züge machte und sehr schlecht stand. Da er sehr viel Zeit verbraucht hatte (nach 20 Zügen ca 1½ Stunden), nehme ich an, dass noch weitere Fehler hinzukamen, obgleich die Stellung das gar nicht mehr erforderte.
- Brett 6: Kruijer, Ralf (1882) - Hoffmeister (1940) 1 : 0
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In einer ziemlich unorthodoxen Eröffnung stand Ralf zunächst etwas besser und hätte die Partie schon früh entscheiden können. Statt aber mit seinem Springer einen Bauern auf d6 zu schlagen und eine tödliche Fesselung auszunutzen, zog er seinen Springer nach c3 zurück. Schwarz hätte nun nach einem Tausch auf f3 mittels Sd4 eine Qualität gewinnen können, unterließ dies aber. Stattdessen verschaffte er sich einen isolierten Bauern auf e5, den Ralf ziemlich schnell kassieren konnte. Nach Abtausch der meisten Figuren entstand ein Springer/Läufer Endspiel mit einem Mehrbauern für Ralf, den er sicher umsetzen konnte.
- Brett 7: Müller, Ronny (1846) - Plaumann (1918) 1 : 0
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Nach einer ziemlich unkonventionellen Eröffnung plätscherte das Spiel bis nach der ersten Zeitkontrolle vor sich hin, ohne dass viel geschah. Zwar stand Weiß optisch sehr gut, konnte aber aus der gedrückten schwarzen Stellung kein Kapital schlagen. Ab dem 45. Zug begann dann ein wahrer Krimi. Zunächst hätte Roland einen Bauern gewinnen können, machte statt dessen jedoch einen nichts sagenden Zug. Daraufhin hätte Weiß zwei Züge lang die schwarze Dame gegen Turm und Läufer gewinnen können - unterließ dies aber. Im 49. Zug hätte Roland durch ein Turm (Schein)Opfer eine glatte Gewinnstellung erzwingen können - übersah dies jedoch. In der Tat brachte sein Zug eine klare Gewinnstellung für Weiß. Weiß revanchierte sich jedoch postwendend indem er die Züge vertauschte, wonach die Stellung wieder Remis war. Den Höhepunkt schließlich setzte wieder Roland, der sich nach einem groben Fehler zwei zügig Matt setzen ließ. Eine für die Verbandsliga unwürdige Leistung von beiden Spielern.
- Brett 8: Krauhausen (1905)- Schmidt, Ludger (2022) ½
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Günter spielte gegen eine Art Wolga Gambit. Nachdem Schwarz den einmal geopferten Bauern zurück erobern konnte, war nicht mehr viel los und man einigte sich schiedlich friedlich auf eine Punkteteilung.
Alles in allem sahen wir heute eine durchwachsene Leistung - von unserem "Wirt" Sascha und auch von den Spielern.
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| Roland Nepsen |
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