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Heute ging es zum Auswärtskampf nach Viersen - wir wären wohl besser im Bett geblieben! Zeitweise sah es nach einem Debakel aus. Aber alles der Reihe nach:
Zunächst mussten wir auf Claus und sein Navigationssystem verzichten - trotzdem haben wir nach Viersen gefunden! Peter kam direkt aus Frankfurt angereist (Giuseppe stand freundlicherweise "Gewehr bei Fuß", falls Peter es nicht geschafft hätte) und auch Helmut und Werner kamen direkt zum Spiellokal. Die letzten beiden hätten wohl ein Navigationssystem gebrauchen können, da sie das Spiellokal erst um 10.15 Uhr fanden.
- Brett 1: Nepsen (2104) - Mühlenhaus (2084) 0 : 1
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Meine "Auswärtsschwäche" setzte sich auch heute fort - zu Hause alles gewonnen, Auswärts alles verloren. In der Eröffnung gab ich durch einen überflüssigen Zug ziemlich früh die Initiative ab und mein Gegner konnte seine Stellung durch natürliche Züge verbessern. Dabei sprang für ihn ein Bauer heraus. Einen zweiten Bauern gab ich gleich dazu, um etwas Gegenspiel zu erhalten. Damit war aber nichts!
- Brett 2: Busch (2031) - Fischdick (2039) ½ : ½
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Nach frühem Damentausch stand Weiß dank seines Läuferpaares eigentlich etwas besser. Allerdings kam er nicht auf die Idee, die Stellung im Zentrum zu öffnen. So hatte Werner mit seinem Springer eben das bessere Spiel. Allerdings wurde die Remisgrenze nie ernsthaft überschritten.
- Brett 3: Basen (2014) - Komans (2042) 1 : 0
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Nach etwas sonderbarer Eröffnungsbehandlung von Schwarz ließ Thomas das erforderliche energische Spiel vermissen und Schwarz konnte langsam die Initiative übernehmen. Hinzu kam Thomas noch ziemlich in Zeitnot. Schwarz versuchte dies durch einen direkten Königsangriff auszunutzen, stellte dabei jedoch eine Figur ein und Thomas konnte nach Erreichen der Zeitkontrolle den vollen Punkt verbuchen (in der Schlussstellung drohte zweizügiger Damengewinn).
- Brett 4: Glinzk (1933) - Kothen (2040) 1 : 0
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Helmut konnte in der Eröffnung eigentlich relativ schnell ausgleichen, schätzte dann aber die Stellung falsch und opferte eine Figur gegen zwei Bauern. In der Folge musste Weiß genau spielen und leider (aus unserer Sicht) tat er das auch.
- Brett 5: Drißen (1956) - Korb (2026) 0 : 1
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Peter bekam eine seltsame Eröffnung vorgesetzt. In den ersten 4 Zügen überführte Schwarz den Damenspringer von b8 nach g6! Diese Tschigorin Verteidigung scheint zur Zeit in Mode zu sein - ob sie aber auch gut ist? Peter jedenfalls konnte kein Kapital daraus schlagen und sah sich bei geschlossenem Zentrum einem schwarzen Königsflügel Angriff gegenüber. Durch einen ungenauen Zug machte er diesen dann auch noch stark - wie sich herausstellte, zu stark. Peter kämpfte noch tapfer und konnte den Materialabstand auf einen Bauern verkürzen. Dieser Bauer jedoch (neben den beiden Königen der einzige Stein auf dem Brett) ging unaufhaltsam zur weißen Grundreihe, so dass Peter das Handtuch werfen musste.
- Brett 6: Thelen (1978) - Kruijer (1886) ½ : ½
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Zunächst sah es so aus, als ob Ralf in der Eröffnung keine Probleme hätte. Weiß spielte ziemlich ambitionslos, Ralf konnte dies jedoch nicht ausnutzen und geriet nach und nach in eine ziemlich kritische Stellung. Seine Figuren waren am Damenflügel versammelt und die weißen Figuren zielten auf seinen König am Königsflügel. Es "roch" geradezu nach Opfer, Opfer, Matt. Weiß versuchte es jedoch in positionellem Stil und verstärkte den Druck. Dabei unterlief ihm im 30. Zug ein schwerer Fehler und Ralf hätte durch zwei Zwischenzüge die Dame gewinne können. Ralf übersah das und man "beförderte" so ziemlich alle Figuren zurück ins "Kästchen".
- Brett 7: Plaumann (1940) - Klaus (1980) 1 : 0
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Roland spielte die Eröffnung nicht gut und geriet schnell in eine nachteilige Stellung. Während er am Königsflügel nicht zum Zug kam, konnte Schwarz am Damenflügel massiven Druck ausüben. Dann stellte Schwarz einen Bauern ein. Trotzdem stand Schwarz gut, da der Druck unverändert hoch blieb. Dann stellte Schwarz den nächsten Bauern ein. Da Roland gleichzeitig fast alle Figuren tauschen konnte, war es nur noch eine Frage der Zeit bis zum Sieg (nur Ralf und ich drückten ihm noch bis 15.30 Uhr die Daumen - die anderen waren schon abgehauen).
- Brett 8: van den Berg - Krauhausen (1889) 1 : 0
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Günter kam aus der Eröffnung eigentlich ganz gut heraus. Das positionelle Spiel ist allerdings nicht seine Sache (mein Eindruck). Er opferte einen Bauern, was wohl etwas zu optimistisch war und seine Stellung ging schnell den "Bach hinunter".
Eine alles in allem verdiente Niederlage, die knapper (Brett 6) aber auch höher hätte ausfallen können. Nun müssen wir in den kommenden Kämpfen noch zwei bis drei Punkte einfahren, damit wir uns am Ende der Saison nicht in "südlichen" Gefilden wiederfinden.
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