PSV Wuppertal - Springer I 1½:6½
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PSV Wuppertal - Springer I 1½:6½
 
3.02.2002
 

PSV Wuppertal Springer I 
Knispel (1965)-Nepsen (2080)0 : 1
Behle (2010)-Fischdick (2016)½ : ½
Meyer (1737)-Basen (1998)0 : 1
Sedlbauer (1777)-Hamacher (2033)0 : 1
Raider (1754)-Drißen (1991)0 : 1
Weritz (1633)-Kruijer (1956)½ : ½
Doolan (1444)-Plaumann (1928)0 : 1
Lin (1575)-Podschun (1776)½ : ½
   1½ : 6½

Heute sollte gegen den Tabellenletzten unbedingt ein Sieg eingefahren werden. Deshalb musste auch Peter ran (der eigentlich zum Straelener Karneval wollte). Wieder mussten wir auf Helmut verzichten, der durch Bernd Podschun vertreten wurde. Da die Wuppertaler ihre bisherigen Kämpfe sehr hoch verloren hatten, hofften wir auf einen schnellen Sieg, um vielleicht den schönen Frühlingstag noch nutzen zu können. Frühlingstag am 3. Februar? Wann hatten wir zuletzt Anfang Februar strahlenden Sonnenschein und 18 - 20 Grad?

Nepsen (2080) - Knispel (1965) 1 : 0
In einer katalanischen Eröffnung konnte ich positionellen Vorteil erlangen, da der weißfeldrige Läufer von Schwarz auf b7 von den eigenen Bauern c6/b5 und e6 eingesperrt war. Beim Versuch den weißen Druck abzuschütteln, stellte Schwarz einen Bauern ein. Ein zweiter Bauer folgte fast zwangsläufig und gegen die anschließende weiße Bauernwalze am Damenflügel war kein Kraut mehr gewachsen.

Behle (2010) - Fischdick (2016) ½ : ½
Werner entwickelt sich langsam zum Remiskönig - vier Einsätze und vier Remis. Wie schon in der 4. Runde kam es zu keinem echten Kampf. Die Eröffnung gelang Weiß zwar besser, da Werner die Entwicklung vernachlässigte, außer einem kleinen posititionellen Vorteil kam aber nichts dabei heraus. Dies schien Weiß zu wenig zum Weiterspielen zu sein und man einigte sich auf Remis.

Basen (1998) - Meyer (1737) 1 : 0
Nach etwas besserer Eröffnung für Weiß stellte Schwarz im 11. Zug einen Bauern ein. Bis zur Zeitkontrolle konnte Schwarz dann zwar weitere Materialverluste vermeiden, spielte dann aber nicht aggressiv genug und Thomas konnte den schwarzen König fangen.

Sedlbauer (1777) - Hamacher (2033) 0 : 1
Claus "tanzte" heute etwas aus der Reihe. Nach ca. 1 Stunde gab Werner in seiner Eigenschaft als Mannschaftsführer die Devise aus: alle Weißen gewinnen und alle Schwarzen machen Remis. Daran hielten sich alle bis eben auf Claus - er gewann mit Schwarz! Nach harmloser Eröffnungsbehandlung von Weiß konnte Claus langsam aber sicher die Initiative am Damenflügel übernehmen. Während Weiß sich in fruchtlosen Angriffsversuchen am Königsflügel versuchte, rollten die schwarzen Bauern am Damenflügel Richtung Grundreihe und hatten zusammen mit den schwarzen Figuren eine verheerende Wirkung.

Drißen (1991) - Raider (1754) 1 : 0
Nach ausgeglichen verlaufener Eröffnung öffnete Peter seinen Königsflügel, um die Partie doch noch zu gewinnen. Objektiv stand Schwarz wohl etwas besser, doch nach und nach machte sich der Spielstärke Unterschied bemerkbar. Nach Damentausch und Übergang ins Endspiel konnte Peter einen Bauern nach dem anderen einsammeln.

Weritz (1633) - Kruijer (1956) ½ : ½
Ralf spielte heute sehr gut. Durch Zugumstellung gelangte er in einen geschlossenen Sizilianer, den er absolut richtig behandelte. Nachdem Weiß ihm das Öffnen der a - Linie erlaubte, stand er deutlich besser. Nach Abtausch einiger Figuren wurde ein Doppel-Turm Endspiel erreicht, in welchem Ralf die schwarzen Bauern eigentlich nur einsammeln musste. Statt dessen tauschte er die Türme und das Bauernendspiel war nicht mehr zu gewinnen.

Plaumann (1928) - Doolan (1444) 1 : 0
Roland konnte schnell Eröffnungsvorteil erzielen, der sich aber nach und nach verflüchtigte und Schwarz ließ im 21. Zug eine sehr gute Möglichkeit zum Ausgleich aus. Statt dessen stellte er einen Bauern ein und Roland wickelte in ein Turm/Läuferendspiel ab. Sicherlich hätte man mit einem Bauern weniger noch weiter kämpfen können, zumal auch ungleichfarbige Läufer auf dem Brett waren, Schwarz gab jedoch auf (oder überschritt er vielleicht die Zeit?).

Lin (1575) - Podschun (1776) ½ : ½
Die Eröffnung misslang Bernd gründlich und sein Gegner erhielt starken Druck im Zentrum und am Königsflügel. Etliche Möglichkeiten zum Figurentausch ließ Bernd ungenutzt und verlor schließlich seinen d - Bauern. Statt nun solide weiter zu spielen, entblößte Weiß seinen König durch den Vorstoß des g - Bauern (g2-g4) und erlaubte Bernd Gegenspiel. Tatsächlich hätte Schwarz im 36. Zug einen Matt Angriff starten können, sah dies jedoch nicht. Im Folgenden vermied Weiß ein Dauerschach durch Figurenopfer, die Stellung war jedoch Remis.

Alles in allem ein überzeugender Sieg gegen eine hoffnungslos überforderte Wuppertaler Mannschaft. Mit 8 Punkten auf unserem Konto sollten wir dem Rest der Saison gelassen entgegen sehen können. Ach ja. Aus dem Frühlingstag wurde nicht mehr viel. Bis 15.00 Uhr wurde gekämpft, anschließend eine Stunde Fahrt und es war schon fast dunkel!

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Roland Nepsen