Springer I - Meiderich/Ruhrort 4 : 4
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Springer I - Meiderich/Ruhrort 4 : 4
 
17.03.2002
 

Springer I Meiderich/Ruhrort 
Nepsen (2090)-Schmidt (2134)0 : 1
Fischdick (1991)-Visser (2116)0 : 1
Basen (1976)-Leers-Fischer (1952)½ : ½
Hamacher (2054)-Zielinski (1946)1 : 0
Drißen (1991)-Trapp (1891)1 : 0
Kruijer (1956)-Niemers (1959)½ : ½
Podschun (1808)-Meinert (1884)1 : 0
Krauhausen (1843)-Grigat (1899)0 : 1
   4 : 4

Mit einem Sieg im heutigen Kampf gegen Meiderich wollten wir in der Tabelle weiter nach oben klettern und unsere Aufstiegschancen wahren. Wie gehabt mussten wir auf Helmut Kothen verzichten. Ferner fehlte heute Roland Plaumann, der nach einem (planmäßigen) Krankenhaus Aufenthalt noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte war. Zum Einsatz kamen Bernd Podschun und Günter Krauhausen.

Ein großer Dank gilt Sascha Aretz, der die Bretter schon aufgebaut hatte. Da die Duisburger pünktlich eintrafen, hätten wir auch um 10.00 Uhr anfangen können - wären da nicht erst vier Springer anwesend gewesen. Nachdem auch der Mannschaftsführer eintraf (musste noch Formel 1 sehen), konnten wir um 10.15 anfangen und waren um 20 nach 10 vollständig.

Schmidt (2134) - Nepsen (2090) 1 : 0
Weiß wählte eine harmlose Eröffnungsvariante und ich konnte eigentlich leicht ausgleichen. Im Folgenden konnte ich das weiße Zentrum mit meinen Figuren blockieren, übersah dann jedoch eine Kleinigkeit und dachte, ich würde schlecht stehen. Dem war jedoch gar nicht so, die Stellung befand sich mehr oder minder im Gleichgewicht. Dummerweise verbrauchte ich sehr viel Zeit und schätzte im entscheidenden Augenblick die Stellung falsch ein. Statt einen Bauern zu geben und dafür durch aktive Figuren die Stellung zu halten, gab ich eine Figur um etwas im "Trüben zu fischen". Tatsächlich beging mein Gegner im 40. Zug noch eine Ungenauigkeit, die bei richtiger Erwiderung zu klar besserer Stellung für Schwarz geführt hätte. Hätte, wenn und aber - mit 10 Sekunden auf der Uhr sah ich den rettenden Zug nicht und musste wenig später zum 4 : 4 Endstand aufgeben.

Fischdick (1991) - Visser (2116) 0 : 1
Werner erlebte heute ein wahres Waterloo. Schwarz stand praktisch schon nach 3 Zügen leicht besser und nachdem Werner auf ... Dh4+ mit Kf1 statt g2-g3 reagierte, deutlich besser. Ein taktischer Schnitzer in schwieriger Lage kostete bei anhaltendem schwarzen Angriff eine Qualität und wenig später die Partie.

Leers-Fischer (1952) - Basen (1976) ½ : ½
Thomas konnte in einer katalanischen Eröffnung leicht ausgleichen und die Initiative übernehmen. Um diese aufrecht zu erhalten, opferte er einen Bauern, den er wenig später auch zurück bekam. Dabei verflachte die Stellung jedoch, so dass man sich auf Remis einigte.

Hamacher (2054) - Zielinski (1946) 1 : 0
Nach ruhigem Eröffnungsverlauf erreichte Claus mit Hilfe des Gegners (12. ... De7-c7 und 13. ... Dc7-e7) eine bessere Stellung und konnte einen Bauern gewinnen. Zu diesem gesellte sich bald ein zweites Bäuerlein und nach Abtausch aller Figuren hatte Claus ein einfach gewonnenes Bauernendspiel.

Trapp (1891) - Drißen (1991) 0 : 1
Nach ruhigem Eröffnungsverlauf konnte sich Weiß bei geschlossenem Zentrum nicht recht entscheiden: am Königsflügel angreifen? Am Damenflügel angreifen? Die Entscheidung fiel salomonisch aus. Die Hälfte der Figuren griff am Königsflügel an, die andere Hälfte am Damenflügel. Dumm nur, dass Peter die "Drohungen" am Königsflügel locker abwehren konnte. Am Damenflügel war er dann figurenmäßig überlegen und als Weiß dort die Stellung öffnete, konnte er einen Bauern gewinnen. Der Rest der Partie war dann nur noch eine Frage der Technik und die beherrschte Peter heute auf hohem Niveau!

Kruijer (1956) - Niemers (1959) ½ : ½
Nach ausgeglichener Eröffnung konnte Ralf die Tatsache nutzen, dass Schwarz die Entwicklung vernachlässigt hatte, und einen Bauern gewinnen. Ein Flüchtigkeitsfehler von Weiß ermöglichte es Schwarz jedoch, mit seinem Turm in die weiße Stellung ein zu dringen. Ralf wiederholte nun die Züge, da Schwarz sonst eine Qualität hätte gewinnen können. Das wäre aber gar nicht so schlimm gewesen. Ralf hätte einen zweiten Bauern gewonnen und hätte sein Zentrum in Bewegung setzen können und hätte klar besser gestanden. Hätte, wenn und aber - Ralf schätzte die Stellung falsch ein und nahm das Remis an.

Meinert (1884) - Podschun (1808) 0 : 1
Bernd konnte durch aggressives Spiel in einer Holländischen Verteidigung leichten Vorteil erlangen. Durch einen Fehler von Weiß konnte er sogar eine Figur erobern. Zwar spielte er nicht die richtige Zugreihenfolge, doch Weiß sah dies nicht. Im Folgenden konnte Bernd seinen Vorteil ausbauen und die Partie gemütlich nach Hause schaukeln.

Krauhausen (1843) - Grigat (1899) 0 : 1
Die Notation dieser Partie liegt mir leider nicht vor, so dass ich mich auf das Wenige beschränken muss, was ich während der Partie sah. Günter geriet in einer Königsindischen Eröffnung früh unter Druck und wurde wohl nach und nach überspielt.

Schade, Schade. Ein Sieg lag durchaus im Bereich des Möglichen. Wenn Kamp-Lintfort und BSW Wuppertal heute gewonnen haben, können wir den Rest der Saison wohl ganz locker angehen lassen.

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Roland Nepsen