|
| Springer I | | ESV Großenbaum | |
| Nepsen (2076) | - | Mietner, W. (2105) | 0 : 1 | | Basen (2017) | - | Potempa (2083) | 1 : 0 | | Drißen (1995) | - | Kempkens (2017) | ½ : ½ | | Plaumann (1969) | - | Tendick (2032) | ½ : ½ | | Kruijer, R. (1965) | - | Ackermann (1922) | ½ : ½ | | Kothen (1991) | - | Vehse (1912) | 0 : 1 | | Salamone (1810) | - | Jaki (1892) | 0 : 1 | | Kalkmann (1892) | - | Giebel (1835) | 1 : 0 | | | | | 3½ : 4½ |
Am heutigen Sonntag wollten wir unsere ersten drei Punkte einfahren - schließlich hatten die Duisburger ihren ersten Kampf mit 1 : 7 verloren! Leider mussten wir auf Werner und Claus verzichten, dafür spielte aber Helmut Kothen. Ferner kamen Giuseppe Salamone und Hans Kalkmann zum Einsatz.
Der Kampf begann mit reichlich Verwirrung. Als ich um kurz vor 10.00 Uhr eintraf waren von der 1. Mannschaft erst Giuseppe und Hans anwesend! Gott sei Dank hatte Sascha die Bretter schon aufgebaut - und zwar für die 1. und die 3. Mannschaft, die zeitgleich antrat. Letztere war übrigens schon vollständig anwesend und konnte um 10.00 Uhr mit ihrem Kampf beginnen - geradezu "paradiesische" Zustände. Unser Gegner war übrigens auch pünktlich da. Nach und nach trudelten dann die restlichen Springer (1.) ein. In der Annahme Ralf sei der Mannschaftsführer (in Abwesenheit von Werner) mussten wir auf ihn noch warten, bevor wir beginnen konnten. Als Ralf um 10 nach 10 kam, zeigt er sich reichlich verwundert darüber, dass wir annahmen, er sei Mannschaftsführer. Dies wies er weit von sich! Hier scheint noch reichlich "Kommunikationsbedarf" zu sein.
Dank Sashas Vorarbeit konnten wir dann trotzdem um 10.15 Uhr anfangen - die Springer mit einer viertel Stunde weniger auf der Uhr. Diese hatten die Duisburger aufgrund der Verspätung korrekterweise eingefordert. Der einzige Springer, der dadurch keinen Nachteil hatte, war Peter - er kam ohnehin erst um 10.30 Uhr!
- Mietner, W. (2105) - Nepsen (2076) 1 : 0
- Die Eröffnung verlief recht ausgeglichen und nach dem Abtausch zweier Leichtfiguren Paare und der Damen bot ich Remis an. Weiß, der über optische Vorteile durch einen Springer auf f5 verfügte, wollte jedoch weiter spielen. Meine positionelle Aufgabe war es also diesen Springer zu vertreiben oder abzutauschen. Also begann ich ihn zu "umzingeln". Dies würdigte mein Gegner nicht und kam mir in der Weise entgegen, dass er seinem Springer das letzte "Fluchtfeld" verbaute. Um den Springer zu retten, musste er so einen Bauern geben. Danach galt es noch einige taktische Möglichkeiten von Weiß zunichte zu machen. Dabei geriet ich jedoch in Zeitnot (schließlich fehlte mir eine viertel Stunde) ... hier hilft kein drum rum reden - in einem Anflug "geistiger Umnachtung" ließ ich einen Läufer einstehen und musste aufgeben.
- Basen (2017) - Potempa (2083) 1 : 0
- Thomas legte mit den weißen Steinen das Spiel positionell an und konnte hier auch deutlichen Vorteil für sich verbuchen. Er geriet jedoch in arge Zeitnot und Schwarz konnte die Partie nach einem weißen Fehler ausgeglichen gestalten. Die Zeitnot wurde immer größer und für die letzten 10 Zügen standen Thomas noch höchstens 1 Minute zur Verfügung, während sein Gegner noch eine gute viertel Stunde hatte (eine viertel Stunde mehr? Woran das wohl lag?!). An dieser Stelle machte Schwarz einen zweifach schlechten Zug: er war schachlich schlecht und zeigte dem in arger Zeitnot befindlichen Thomas einen Weg für seinen Springer ins gegnerische Lager. Tatsächlich gelang es Thomas ohne Mühe in der restlichen Minute einen zweite Dame zu holen. Schwarz gab einen Zug vor dem Matt auf. Leider nutzte das nichts mehr, denn es stand 4 : 3 für die Duisburger und Roland Plaumann konnte unmöglich gewinnen.
- Kempkens (2017) - Drißen (1995) ½ : ½
- Peter spielte mit Schwarz "Beton". Alle Linien und Diagonalen wurden geschlossen und für beide Parteien war ein Durchkommen unmöglich. Folgerichtig einigte man sich auf ein Remis.
- Plaumann (1969) - Tendick (2032) ½ : ½
- Nach ausgeglichenem Eröffnungsverlauf geriet Roland in ein schlechter stehendes Turmendspiel. Sein Gegner machte aber keine großen Gewinnversuche, da den Duisburgern das Remis zum Sieg reichte.
- Ackermann (1922) - Kruijer, R. (1965) ½ : ½
- Ralf tauschte alle Figuren ab, die sich seinem "Lager" näherten. Weiß wollte zwar angreifen, doch ohne Figuren gelang dies nicht so recht. Entsprechend endete die Partie durch ein Dauerschach der weißen Dame - die einzige Figur die Ralf nicht abtauschen konnte!
- Kothen (1991) - Vehse (1912) 0 : 1
- Helmut spielte die Eröffnung recht verhalten und Schwarz hatte keine Probleme auszugleichen und sogar die Initiative zu übernehmen. Eine von Schwarz angezettelte Kombination ließ Helmut jedoch mit einer Mehrfigur zurück, für die Schwarz nur 3 schwache Bauern hatte. Im Folgenden spielte Helmut sehr sauber weiter, eroberte einen schwarzen Bauern nach dem anderen und - schoss einen riesigen Bock! Einer der letzten schwarzen Bauern war bis nach a3 vorgedrungen und nach seinem Bock konnte Schwarz auf b2 ein Schach geben und entweder den weißen Turm a2 erobern oder den Bauern zur Dame führen!
- Jaki (1892) - Salamone (1810) 1 : 0
- Giuseppe spielte sehr passiv und betonierte seinen Läufer b7 durch seine Bauern auf c6 und b5 sowie d5 zu. Derart mit einer "Mehrfigur" ausgestattet verlegte Weiß das Spiel auf den Königsflügel. Ein zusätzlicher Fehler von Giuseppe erlaubte Weiß einen Springereinschlag auf g7, wonach die Partie in wenigen Zügen beendet war.
- Kalkmann (1892) - Giebel (1835) 1 : 0
- Auch Hans spielte die Eröffnung sehr harmlos und Schwarz konnte nicht nur die Initiative erlangen, sondern es gelang ihm auch, Weiß nach und nach zu überspielen. Um alle Drohungen abzuwehren musste Hans schließlich eine Figur geben. Dies schwächte den schwarzen Druck aber keineswegs ab. Allerdings erlag er der Gier. Beim Versuch einen weiteren Bauern zu erobern verrechnete er sich und hatte am Ende der Kombination einen glatten Turm weniger auf dem Brett!
Ein Kampf mit Höhen und Tiefen auf beiden Seiten. Allen, die eine Figur oder mehr einstellten, möchte ich jedoch Mut machen. Weltmeister Kramnik stellte heute gegen Deep Fritz 7 in folgender, einfacher Stellung zweizügig eine Figur ein und musste aufgeben!
Deep Fritz 7 - Vladimir Kramnik
Es geschah: 34. ... Dc4?? 35. Se7+ nebst 36. Dxe5 und 1 : 0.
Die Partien zu diesem Wettkampf findet man z.B. bei Chessgate
(z.T. von Großmeister Kindermann kommentiert).
(Druckversion
)
|