|
|
|
|
Geldern I - Springer I 4 : 4
|
| |
| 17.11.2002 |
| |
|
| Geldern I | | Springer I | |
| Vonk (2017) | - | Nepsen (2076) | 1 : 0 | | Fiederling (1986) | - | Fischdick (1969) | ½ : ½ | | Mohrholz, Uwe (2014) | - | Basen (2017) | 1 : 0 | | van Treeck (1906) | - | Hamacher (2052) | ½ : ½ | | Mohrholz, Stefan (1906) | - | Drißen (1995) | ½ : ½ | | Supplieth (1913) | - | Kruijer (1965) | 0 : 1 | | Hartung (1879) | - | Cablitz (1871) | ½ : ½ |
| Kurtz (1882) | - | Krauhausen (1824) | 0 : 1 |
| | | | 4 : 4 |
- Nepsen (2076) - Vonk (2017) 0 : 1
- Aus der Eröffnung heraus hatte ich die ganze Zeit über ein leichtes Plus, welches aber möglicherweise im Sande verlaufen wäre. Leider litt ich heute an sporadischen Magenkrämpfen und darunter scheint meine Konzentration etwas gelitten zu haben. Nur so ist mein 27. Zug zu erklären. Ich dachte ich könnte einen Bauern gewinnen, übersah aber ein (ziemlich offensichtliches) Zwischenschach und futsch war der Turm!
- Fiederling (1986) - Fischdick (1969) ½ : ½
- Werner hatte keine Probleme, die Partie aus der Eröffnung heraus auszugleichen. Die Partie plätscherte so vor sich hin, man tauschte Figuren ab und irgendwann war ein Damenendspiel erreicht, welches auch Remis war. Werner forcierte dieses durch ein Dauerschach.
- Basen (2017) - Mohrholz, Uwe (2014) 0 : 1
- Thomas spielte eine geschlossene spanische Partie und hatte stellenweise auch leichten Stellungsvorteil, an anderer Stelle stand eher Schwarz besser. Entschieden wurde die Partie erst in der Zeitnotphase. Die weiße Dame konnte in die schwarze Stellung eindringen und einen Bauern erobern, evtl. wären noch weitere Bauern gefolgt - ja hätte Thomas nicht die Partie einzügig fortgeworfen.
- van Treeck (1906) - Hamacher (2052) ½ : ½
- In einer ereignislosen Partie hatte Claus keine Probleme die weiße Initiative zu neutralisieren und selbst das Heft des Handelns zu übernehmen. Allerdings wurden dabei zu viele Figuren getauscht und Claus einigte sich mit seinem Gegner auf ein Remis. Dies war aus taktischer Sicht durchaus gerechtfertigt, denn Thomas stand zu diesem Zeitpunkt auf Gewinn und auch Peter hatte gute Gewinnchancen.
- Drißen (1995) - Mohrholz, Stefan (1906) ½ : ½
- Peter spielte mit seinem Gegner eine Art Königsindisch. Schwarz versuchte am Königsflügel anzugreifen und opferte einen Bauern (oder hat sich verrechnet). Die Stellung am Königsflügel öffnete sich und Peter hatte mehrere Möglichkeiten die Partie schnell zu beenden. Aber wahrscheinlich war er zu sehr auf die Verteidigung seines Mehrbauern fixiert. Er tauschte möglichst viele Figuren und hätte einen Läufer gewinnen können, war jedoch zu hastig und stellte statt dessen zwei Bauern ein. Trotz allem war die Remisbreite nocht nicht überschritten, allerdings musste er gut 6½ Stunden spielen, bis sein Remis und damit das Mannschaftsremis besiegelt war.
- Supplieth (1913) - Kruijer (1965) 0 : 1
- Ralf tauschte alle Figuren ab, die sich seinem Lager näherten, und nachdem man ein Bauernendspiel erreichte, warteten alle auf das Rauchen der Friedenspfeife. Ralf's Kommentar zu dieser Partie: "Ich habe schon manche langweilige Partie gespielt, doch diese übertrifft alle!". Dies sollte sich nach dem 32. Zug von Weiß ändern. Im Bestreben das Remisendspiel doch noch zu gewinnen, übersah Weiß, dass Schwarz sich einen entfernten Freibauern verschaffen konnte und das Endspiel elementar gewinnen konnte.
- Cablitz (1871) - Hartung (1879) ½ : ½
- Schwarz spielte das Wolga-Gambit, allerdings nicht sehr gut. Er erlaubte es Jürgen mit dem Springer auf f6 zu schlagen, so dass Schwarz e7xf6 wieder nehmen musste. Im weiteren Verlauf der Partie verrechnete Larry sich und verlor den Bauern auf a2. Das war allerdings nicht sein einziger Patzer. Wenig später ging auch der Bauer d5 "flöten" und man erreichte schließlich ein Endspiel Turm+Springer gegen Turm+Springer. Dabei hatte Weiß noch g und h Bauern, Schwarz hingegen f, g und h Bauern. Hier spielte Jürgen auch wieder etwas unvorsichtig und Schwarz hätte den g-Bauern erobern können, was er jedoch nicht sah. Nach Abtausch der Türme war das Remis reine Formsache, obwohl man noch bis zum 73. Zug kämpfte (zwei Züge später wäre die Partie jedoch technisch Remis gewesen, denn Larry hätte seinen Springer gegen den letzten schwarzen Bauern "geopfert").
- Krauhausen (1824) - Kurtz (1882) 1 : 0
- Der aufmerksame Leser wird sich an dieser Stelle fragen: "Warum hat der Günter denn Weiß?". Nun das kam so: Brett 7 und Brett 8 waren auf Einzeltischen aufgebaut, der Gelderner nahm auf der Seite von Schwarz Platz und Günter, ohne sich etwas dabei zu denken, auf der anderen Seite. Und man legte fröhlich los. Nach ein paar Zügen merkte Günter dann, dass auch Larry an Brett 7 Weiß hat. Nun kamen ihm doch ernste Bedenken und er fragte mich, ob das denn alles seine Richtigkeit habe! Wir informierten den gegnerischen Mannschaftsführer und der war leicht konsterniert. Er schaute in der BTO nach und meinte, dass eine angefangene Partie fortgeführt werden müsse. Also hatten wir an 5 Brettern Weiß. Im Nebenraum sprachen wir natürlich darüber und Kurtz meinte nur: "Sachen gibt es! An welchem Brett ist das denn passiert?"! Worauf sein Mannschaftskollege meinte: "An deinem Brett, du Depp!". Da merkte auch der Gelderner, warum seine Eröffnungsvorbereitung für die Katz war!
Zur Partie selbst kann soviel gesagt werden: Günter überrollte seinen Gegner am Königsflügel mittels eines Bauernsturms. Schwarz verlor zwei Bauern und opferte in Panik auch noch eine Qualität. Das kombinierte Vorgehen der e- und f- Bauern brachte schließlich die Entscheidung.
Dieser Kampf verlief etwas unglücklich - eigentlich war ein Sieg eingeplant und auch möglich. Wenn wir im nächsten Kampf gegen Viersen mal nichts einstellen, sollten wir auch die ersten 3 Punkte einfahren können.
(Druckversion
)
|
| |
| Roland Nepsen |
|