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| Springer I | | Viersen I | |
| Nepsen (2076) | - | FM Mühlenhaus (2124) | 0 : 1 | | Fischdick (1969) | - | Glinzk (1952) | 0 : 1 | | Basen (2017) | - | Thelen (2001) | ½ : ½ | | Hamacher (2052) | - | van den Berg (2095) | ½ : ½ | | Drißen (1995) | - | Kaiser (1717) | 1 : 0 | | Plaumann (1896) | - | Klaus (1969) | 1 : 0 | | Kruijer (1965) | - | Patommel (1852) | 1 : 0 | | Salamone (1810) | - | Komans (2027) | 1 : 0 | | | | | 5 : 3 |
Nach den beiden Auftaktniederlagen und dem etwas unglücklichen Remis gegen Geldern sollten heute unbedingt drei Punkte eingefahren werden. Für den fehlenden Helmut Kothen verstärkte Giuseppe die Mannschaft. Und heute waren im Gegensatz zum letzten Heimkampf auch alle Springer vor 10.00 Uhr da! Alle? Na ja, alle bis auf Peter, aber das ist wohl ein "hoffnungsloser Fall".
- FM Mühlenhaus (2124) - Nepsen (2076) 1 : 0
- Als Schwarzer geriet ich aus der Eröffnung heraus in eine passive und schwierige Stellung. Ich war jedoch recht optimistisch, dass ich dies schon in den Griff bekommen würde. Im 23. Zug hatte ich dann einen Blackout. Statt meine Dame in Sicherheit zu ziehen, zog ich nach g6 in der Hoffnung etwas Initiative auf dem Königsflügel entwickeln zu können. Dabei übersah ich, dass Weiß einfach Le4 ziehen konnte und mit seinem Springer auf f5 einen tödlichen Abzug hatte, gegen den ich nichts mehr tuen konnte.
- Fischdick (1969) - Glinzk (1952) 0 : 1
- Werner spielte die Eröffnung recht harmlos und tauschte 3 Leichtfigurenpaare ab, darunter seinen Fianchetto Läufer auf g2. Dadurch wurde seine Königsstellung etwas unsicher und Schwarz konnte die Initiative übernehmen. Werner verteidigte sich jedoch wacker und konnte kurz nach der Zeitkontrolle ein Dauerschach erzwingen. Dies sah er jedoch nicht und konnte nicht mehr verhindern, dass Schwarz seinen bis nach b2 vorgepreschten Bauern durch ein geschicktes Turmopfer umwandeln konnte.
- Thelen (2001) - Basen (2017) ½ : ½
- Thomas stand aus der Eröffnung etwas passiv und musste sich eines weißen Angriffs am Königsflügel erwehren. Dabei geriet er in horrende Zeitnot und hatte für seine letzten 15 Minuten nur noch 2 Minuten. Den Angriff konnte er zwar abwehren, verlor aber zwei Bauern. In der Folge spielte sein Gegner allerdings nicht sehr clever und tauschte die noch verbliebenen Türme ab, so dass ein Endspiel mit ungleichen Läufern entstand. Weiß tauschte auch noch die Bauern am Königsflügel ab, so dass sich das Geschehen auf den Damenflügel beschränkte. Weiß hatte zwar immer noch 2 Mehrbauern, doch ging es aufgrund der ungleichen Läufer nun nicht mehr weiter!
- Hamacher (2052) - van den Berg (2095) ½ : ½
- Claus Ergriff vom Beginn der Partie an die Initiative und Schwarz stand sehr passiv. Irgendwie vermischte Schwarz Leningrader System und Stonewall der Holländischen Verteidigung miteinander, so dass seine Figuren kaum Raum hatten. Claus drang über die c-Linie in die schwarze Stellung ein. Dabei tauschte er jedoch bis auf ein Leichtfigurenpaar alle Figuren, was Schwarz die Verteidigung etwas erleichterte. Trotzdem verblieb Schwarz mit seinem weißfeldrigen Läufer ohne Gegenspiel, da die schwarzen Bauern auf den weißen Feldern und die weißen Bauern auf den schwarzen Feldern standen. Claus konnte hingegen mit König und Springer in die schwarze Stellung eindringen. Nachdem der Mannschaftskampf gewonnen war, einigten sich die beiden Kontrahenten jedoch auf ein Remis, statt ein mögliches Damenendspiel mit weißem Mehrbauern noch stundenlang weiter zu spielen.
- Kaiser (1717) - Drißen (1995) 0 : 1
- Peter konnte in einer sizilianischen Verteidigung leicht ausgleichen und die Initiative auf der offenen c-Linie übernehmen, über welche er auch in die weiße Stellung eindringen konnte. Trotzdem wurde die Remisbreite nicht überschritten - bis zum 32. Zug, als Weiß eine Figur einstellte. Peter sah die entscheidende Kombination jedoch nicht, konnte sie aber im 33. Zug unter noch günstigeren Umständen anbringen.
- Plaumann (1896) - Klaus (1969) 1 : 0
- Zunächst sah es zwischen den beiden Kontrahenten nach einer normalen französischen Verteidigung mit geschlossenem Zentrum aus. Doch dann öffnete Schwarz das Zentrum - obwohl sein eigener König noch auf e8 stand! Roland konnte nun den schwachen e6 Bauern angreifen und mittels eines Bauernopfers auf d5 das Zentrum öffnen und mit allen Figuren auf den schwarzen König "einprügeln".
- Patommel (1852) - Kruijer (1965) 0 : 1
- Ralf spielte seine Lieblingsvariante - möglichst alle Figuren abholzen und schnell in ein Endspiel. Im Gegensatz zum Kampf in Geldern stand er hier jedoch besser, da Weiß einen Doppelbauern auf f3 hatte (den er sich freiwillig einhandelte). Weiß stellte dann durch eine zweizügige Kombination noch einen Bauern ein, und geriet in in Turmendspiel. Dies spielte er passiv, so dass Ralf keine Probleme hatte, den Sieg einzufahren.
- Salamone (1810) - Komans (2027) 1 : 0
- Giuseppe konnte heute einen ungefährdeten Sieg einfahren. Dieter Komans rochierte kurz, obwohl er vorher mit dem Schlagzug g7xf6 freiwillig seine Königsstellung geschwächt hatte. Giuseppe rochierte lang und konnte durch einen Fehler von Schwarz einen Bauern gewinnen. Nach erzwungenem Damentausch entwickelte er sehr starken Druck auf den schwachen Bauern auf der e-Linie, den Schwarz nicht abwehren konnte. Der Rest war dann einfach: der weiße König spazierte ungehindert zum Damenflügel und sammelte dort alle Bauern ein. Anschließend ging der weiße a-Bauern ungestört bis nach a8 zur neuen Dame.
Ein Hoch auf unser "Unterhaus". Vier Punkte an den unteren vier Brettern! Das habe ich noch nie erlebt (bis auf einmal - da haben wir mit der zweiten Mannschaft 8 : 0 gewonnen). Hoffentlich können wir Helmut für die nächsten, wichtigen Kämpfe gewinnen. Dann sollten wir das Abstiegsgespenst erfolgreich vertreiben können.
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