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| Wermelskirchen | | Springer | |
| Mohaupt, Sascha (2147) | - | Basen, Thomas (1995) | 1 : 0 | | Krienke, Matthias (1979) | - | Hamacher, Claus (2048) | ½ : ½ | | Dickhaus, Thorsten (1971) | - | Drißen, Peter (2005) | ½ : ½ | | Workowski, Uwe (1903) | - | Kruijer, Ralf (1962) | 1 : 0 | | Oechtering, Marcus (1855) | - | Salamone, Giuseppe (1863) | 1 : 0 | | Bleek, Jan Magnus (1878) | - | Nepsen, Roland (2025) | 0 : 1 | | Schmeisser, Christian (1865) | - | Kalkmann, Hans (1832) | 0 : 1 | | Busch, Dean (1817) | - | Kalac, Safet (1893) | 0 : 1 | | | | | 4 : 4 |
Der 60. Jahrestag des D-Day, der Landung der Allierten in der Normandie, war auch für die erste Mannschaft ein "Tag der Entscheidung". Das Ziel, der Klassenverbleib in der Verbandsliga, war nicht ganz so hoch gesteckt wie an jenem historischen Tag, dafür ging es aber auch wesentlich unblutiger zu.
Die Voraussetzungen für den Stichkampf waren nicht gerade optimal: Markus in Urlaub, Werner auf einem Kurztrip nach Manchester und Roland Plaumann auf der Hochzeit seines Stiefbruders. Zum Einsatz kamen so Hans Kalkmann, Safet Kalac und ich selber. Um es vorweg zu nehmen: an uns Ersatzspielern lag es nicht, dass Springer abgestiegen ist - mit 3 : 0 Punkten behielten wir eine weiße Weste! Nun aber zu den Partien:
Safet konnte an Brett 8 frühzeitig eine Qualität gewinnen, wonach die Stellung des Gegners völlig zusammen brach und der Sieg nicht lange auf sich warten ließ.
Den nächsten Punkt konnte Hans an Brett 7 zur 2 : 0 Führung für Springer einfahren. Als Weißer spielte er sehr passiv und es sah nach einem mächtigen schwarzen Königsangriff aus. Der Wermelskirchener verbrauchte aber einfach zu viel Zeit, kam in Zeit not und erlaubte Hans den entscheidenden Konter.
An Brett 5 fiel dann der "Anschlusstreffer" zum 2 : 1 für Springer. Giuseppe spielte die Eröffnung nicht gut und gestattete dem Schwarzen einen Angriff auf seinen König, während er selber überhaupt kein Spiel bekam. Leider habe ich die Partie nicht ganz gesehen, aber irgendwann war die weiße Dame weg und sala musste aufgeben.
An Brett 6 spielend konnte ich dann die Führung wieder ausbauen. Mein Gegner spielte mit den weißen weißen Steinen nicht gerade aggressiv und sein erster aktiver Zug war ein ziemlich schwerer positioneller Fehler. Nach und nach konnte ich ihn überspielen und in für Weiß hoffnungsloser Stellung die Dame gewinnen.
Soweit die guten Nachrichten des Tages.
Ralf tauschte schnell viele Figuren ab und eigentlich dachte ich schon an ein Remis. Dann spielte Ralf aber mehrere ungenaue Züge, stand schlechter und setzte noch einen Bock oben drauf, der einen Bauern und letztlich die Partie kostete.
Claus hatte als Schwarzer aus der Eröffnung heraus einen schweren Stand und musste schwersten weißen Druck am Königsflügel abwehren. Weiß kam jedoch nicht recht weiter und da Claus in der Zwischenzeit einen Bauern gewonnen hatte, willigte er ein eine Zugwiederholung ein.
Peter spielte die Eröffnung zunächst passiv und schien schlechter zu stehen. Er konnte sich jedoch befreien und ein etwas besser stehendes Springerendspiel erreichen. Allerdings waren nur noch wenige Bauern auf dem Brett und die wurden bis auf den weißen a-Bauern und den schwarzen g-Bauern getauscht. Hätte Schwarz überhastet seinen g-Bauern zur Damen geführt, ja dann hätte Peter mit a-Bauer, König und Springer gewonnen. Der Wermelskirchener ist aber einfach mit seinem Springer dem König zur Hilfe geeilt und das Remis war besiegelt.
Beim Stand von 4 : 3 für Springer lief jetzt nur noch die Partie an Brett 1 und es sah alles nach einem Remis dort aus. Unter normalen Umständen wäre dies wohl auch so gekommen, doch Wermelskirchen musste unbedingt gewinnen. Also manövrierte Schwarz hin und her, ohne dass sich etwas Greifbares ergeben hätte - bis auf die Tatsache, dass Thomas in Zeitnot kam. Und die gab dann letztlich den Ausschlag. Er übersah, dass Schwarz in seine Stellung eindringen konnte und damit war die Partie und das Schicksal der ersten Mannschaft besiegelt.
Eigentlich war der Verlauf des Stichkampfes ein "würdiger" Abschluss einer (aus meiner Sicht) katastrophalen Saison mit 18 (!) Ersatzgestellungen und zwei kampflosen Partien (dabei wurde einmal Brett 1 frei gelassen, weil kein Ersatzspieler mehr gefunden wurde). Will man in der nächsten Saison wieder aufsteigen, muss sich dies dramatisch ändern.
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