Springer St. Tönis I - SG Kaarst I 5 : 3
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Springer St. Tönis I - SG Kaarst I 5 : 3
 
13.09.1998
 
Im ersten Kampf der Verbandsliga konnte Springer St. Tönis die SG Kaarst mit 5 : 3 besiegen. Alles in allem war der Sieg etwas glücklich, da Helmut Kothen sehr schlecht und auch Thomas schwierig stand.
Brett 1:
Nach einer ausgeglichenen Eröffnung beging mein Gegner eine kleine Ungenauigkeit, welche ich dazu nutzen konnte, seinen Königsflügel zu zerstören. In Zeitnot machte er dann noch einen groben Fehler, welche die Partie sofort zu meinen Gunsten entschied. Zu diesem Zeitpunkt stand es 3 : 1 für Springer, da Ralf und Thomas remisierten, während Larry einen ganzen Punkt beisteuern konnte.
Brett 2:
In der Eröffnung stand Werner mit Weiß etwas schlechter, allerdings schien sich der schwarze Vorteil in Wohlgefallen aufzulösen, und ein Remis war der wahrscheinliche Ausgang. Nach der Zeitnotphase spielte Werner jedoch etwas sorglos, und der Gegner konnte einen Bauern gewinnen, den er trotz erheblicher technischer Schwierigkeiten auch verwerten konnte. Allerdings stand es zu diesem Zeitpunkt schon 5 : 2 für Springer und das Ergebnis der Partie spielte keine Rolle mehr.
Brett 3:
Thomas spielte die Eröffnung nicht optimal und stand sehr gedrückt, und wir machten uns ernsthafte Sorgen. In dieser Situation bot sein Gegner Remis an, was Thomas natürlich ohne Zögern annahmn! Dieses Remis bedeutete das 1 : 1, da Ralf schon früh remisiert hatte.
Brett 4:
Helmut trat heute mit einem (oder besser zwei) starken Handicap(s) an: Er hatte beide Füße stark bandagiert. Da er nun nicht mehr in seine Schuhe paßte, zog er die Gesundheitslatschen seiner Frau an. Die drückten und womöglich hat er auch kalte Füße bekommen, denn aus der Eröffnung heraus stand er grottenschlecht (er konnte seine Figuren kaum ziehen). Offensichtlich war sein Gegner jedoch nicht auf der Höhe des Geschehens und Helmut konnte sich langsam befreien. Ein wahnsinniges Qualitätsopfer seines Gegners brachte ihn dann endgültig auf die Siegerstraße
Brett 5:
Ralf's Partie an Brett war vollkommen ereignislos - stimmt gar nicht: sie hatte ein Ergebnis, nämlich Remis. Das ist aber auch schon fast alles, was man zu der Partie sagen kann (Französisch Abtausch, Remis nach 20 Zügen).
Brett 6:
Auch an Brett 6 wurde die Französische Verteidigung gespielt, allerdings nicht die Abtauschvariante (Tarrasch Variante). Leider schien Roland Plaumann seine Theorie vergessen zu haben, denn aus der Eröffnung heraus stand er sehr schlecht. In schwieriger Stellung stellte er noch eine Qualität ein, was sein Schicksal (in dieser Partie) besiegelte.
Brett 7:
Larry spielte die Eröffnung sehr energisch und konnte schnell einen Vorteil herausspielen, den er auch sicher in einen Punkt umsetzen konnte. Läßt sich sein Spiel (diesmal) nicht kritisieren, so muß er das Notieren von Schachzügen doch noch mal üben!
Brett 8:
Günter spielte seine Lieblingseröffnung: Alt - Indisch, diesmal eben mit Weiß im Anzug. Er konnte aus der Eröffnung heraus auch Vorteil erzielen, opferte dann aber wohl zuviele Bauern. Allerdings geriet sein Gegner in Panik und im Bewußtsein gewinnen zu müssen (es stand 4 : 2 für Springer), opferte er einen Turm für ein paar Schachs. Günter konnte den Punkt sicher nach Hause fahren.
 
Roland Nepsen