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Nach der gestrigen Pleite bei der Bezirks Blitzmeisterschaft (siehe Bericht
) hatten wir uns für den heutigen Tag gegen Turm Krefeld natürlich etwas Besonderes vorgenommen.
Der Tag fing allerdings denkbar schlecht an. Pünktlich um 9.30 Uhr war ich am Treffpunkt - von den Mitspielern war jedoch weit und breit nichts gesehen. Nachdem ich eine viertel Stunde im Regen gewartet habe, kam Roland Plaumann - er hatte verschlafen. Nun also noch auf Ralf Kruijer warten und ab geht's, so dachte ich wenigstens. Ralf hatte sich jedoch am Vorabend (beim Thomas und unserem Fahrer Roland Plaumann) krank gemeldet. Also fuhren wir zu zweit nach Krefeld und waren gespannt, wer Ersatz spielen würde.
Zeitgleich mit uns trafen Thomas und Helmut ein, und Thomas begrüßte uns mit der Frage "Habt ihr auch den Günter abgeholt?". Davon war uns nichts bekannt (wahrscheinlich hatte der Ralf vergessen uns das zu sagen). Also fuhren Thomas und Roland Plaumann los, um den Günter noch einzusammeln. Nebenbei erfuhren wir, dass kein Spieler der zweiten Mannschaft bereit war, heute Ersatz zu spielen (die dritte Mannschaft musste heute selber spielen). Also mussten wir eine Partie kampflos abgeben.
Nach ca. einer viertel Stunde traf Günter ein. Er war des Wartens überdrüssig geworden und hatte ein Taxi genommen. Zehn Minuten darauf kamen dann auch Thomas und Roland Plaumann, die nun natürlich vergeblich gefahren waren.
Nun aber zum schachlichen Teil des Mannschaftskampfes:
- Brett 1:
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Wie schon beim Kampf gegen Viersen spielte ich als Letzter. Diesmal war der Mannschaftskampf allerdings schon verloren. Nun ging es nur noch darum, wenigstens den Ehrenpunkt einzufahren.
Im Mittelspiel schien mein Gegner etwas aktiver zu stehen. Einen wirklichen Vorteil konnte ich jedoch nicht sehen, und es gelang mir, durch einfache Figurenentwicklung auszugleichen. Als ich schon an Remis dachte, stellte mein Gegner einen Bauern ein. Der Rest war ziemlich einfach, obwohl die Partie noch 40 Züge dauerte.
- Brett 2:
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Werner spielte wieder Skandinavisch mit Schwarz. Vielleicht sollte er sich eine andere Eröffnung ansehen. Auf den ersten Blick schien er ganz angenehm aus der Eröffnung herausgekommen zu sein. Allerdings stand sein König nach der langen Rochade etwas luftig - ein Umstand, an dem Werner schließlich zu Grunde ging (und ihm die lange Rochade auf seinem Punktekonto einbrachte).
- Brett 3:
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Thomas spielte eine schöne Angriffspartie gegen Simon Prudlo. Allerdings kam er nicht ganz durch und letzen Endes musste er sich auf ein Dauerschach einlassen - er hatte doch eine Menge Bauern geopfert.
- Brett 4:
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Helmut konnte mit Schwarz bequemen Ausgleich erzielen. Nach einem Generalabtausch hätte er eigentlich Remis machen sollen (und hätte es wohl auch gern getan). Da es aber schon 3½ gegen uns stand, spielte er weiter. Trotz aller Bemühungen Remis nach 5 Stunden.
- Brett 5:
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Tja, da kein Ersatzmann zu finden war, wurde Ralf heute doch eingesetzt und kam zu einer kampflosen NULL!
- Brett 6:
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Roland Plaumann konnte mit Schwarz schnell das Zepter in die Hand nehmen. Seinen positionellen Vorteil konnte er in einen materiellen Vorteil ummünzen (Qualität). Nachdem er sich eine Gewinnstellung erarbeitet hatte (Turm + Bauer gegen Springer) dann plötzlich ein Blackout - er tauschte den Turm gegen den Springer. Statt des erhofften gewonnenen Bauernendspiels erhielt er ein theoretisches Remisendspiel (König + Bauer gegen König).
- Brett 7:
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Larry's Partie schien ausgeglichen zu sein. Zwar war der Damenflügel des Gegners eine Ruine, jedoch garantierten die dynamischen Möglichkeiten Ausgleich. Larry schien das etwas anders zu sehen. Er begann den Damenflügel des Gegners abzuräumen - vernachlässigte dabei jedoch den eigenen König. Nach einem kurzen Königsangriff hätte Prof. Dr. Zabeschek mindestens zwei Bauern gewinnen können. Statt dessen schenkte er Larry einen halben Punkt!
- Brett 8:
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Günter spielte mit Schwarz gegen Markus Getta. Letzterer ist besonders für eines bekannt: er kommt immer in horrende Zeitnot. Dies war auch in dieser Partie schon nach 20 Zügen absehbar. Um dem noch ein bisschen nachzuhelfen, verschärfte Günter die Gangart. Dabei griff er jedoch fehl und die Partie war zugunsten des Türmers entschieden.
Alles in allem ein verdienter Sieger der Türmer. Hätten wir jedoch nicht einen Punkt Vorsprung geben müssen, hätte die Sache vielleicht ganz anders ausgesehen. Bleibt nur die Hoffnung, dass wir in Zukunft vollständig antreten können.
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