Springer I - Hochneukirch 4 : 4
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Springer I - Hochneukirch 4 : 4
 
28.02.99
 
Brett 1: Norbert Eßer - Roland Nepsen ½
Mit Schwarz spielte ich heute die Sizilianische Verteidigung. Mein Gegner spielte eine seltene Nebenvariante. Ich erhielt eine feste, aber passive Stellung. Nach Abtausch von Dame und Turm bot ich Remis an, was Weiß aufgrund des unklaren Mannschaftsstandes ablehnte. Angesichts der weißen Zeitnot verschärfte ich den Kampf. Das hätte beinahe auch Früchte getragen. Andererseits ließ auch Weiß zweimal einen starken Zug aus, so dass das Remis letztenendes gerecht war.

Brett 2: Werner Fischdick - Ralf Dörr 1 : 0
Werner kam heute erst um 10.20 Uhr. Schwarz konnte die Partie relativ schnell ausgleichen. Eine Ungenauigkeit auf Seiten von Weiß hätte er sogar zu einem Bauerngewinn nutzen können. Das tat er jedoch nicht und Werner setzte seine Bauernarmada in Gang, welche die Partie entschied.

Brett 3: Siegfried Coenen - Thomas Basen 1 : 0
Auch Thomas spielte Sizilianisch mit Schwarz. Er wählte jedoch ein sehr seltsames Abspiel (ohne Figurenentwicklung) und Weiß hätte schnell gewinnen sollen. Stattdessen tauschte Weiß die Damen und die Partie war in etwa ausgeglichen. Zwischen dem 30. und 40. Zug wechselte die Bewertung der Partie des öfteren zwischen -+ und +-, mit einigen +/- und -/+ Zeichen dazwischen. Der Höhepunkt war der 39. Zug, als Thomas einfach eine Figur einstellte. Danach mühte er sich noch, letztenendes jedoch ohne Chance.

Brett 4: Helmut Kothen - Wilfried Harff ½
Helmut konnte aus der Eröffnung leichten Vorteil herausschlagen. Durch Öffnen der Stellung konnte er diesen etwas vergrößern. Er büßte ihn jedoch durch einen ungenauen Zug wieder ein, so dass mach sich auf eine Punkteteilung einigte.

Brett 5: Hans Rombey - Ralf Kruijer 1 : 0
Ich habe mir lange überlegt, ob ich zu dieser Partie überhaupt etwas schreiben soll. Es stellt sich nämlich die Frage, ob Ralf beim Schachspielen überhaupt nachdenkt. Zwei "Wahnsinnszüge" (für Tennisfreaks: "unforced errors") entschieden die Partie für Weiß, der sich gar nicht mal anstrengen musste.

Brett 6: Roland Plaumann - Michael Aretz 1 : 0
In der klassischen Caro - Kann Eröffnung rochierte Roland kurz und Schwarz griff auch gleich zum Königsangriff. Irgendwo auf dem Weg zum König scheint er jedoch den Faden verloren zu haben, den plötzlich übernahm Weiß das Kommando. Ein Hochneukircher "Wahnsinnszug" beendete die Partie einzügig.

Brett 7: Peter Willems - Günter Krauhausen 1 : 0
Für meinen Geschmack spielt Günter in letzter Zeit etwas zu aggressiv. Vielleicht sollte er sein positionelles Verständnis ausspielen und die Punkte langsam einfahren. Heute verleitete er seinen Gegner zu einem (inkorrekten) Opfer und - griff in der Folge fehl!

Brett 8: Peter Drißen - Udo Arndt 1 : 0
Peters Partie lässt sich wie folgt zusammenfassen: Er spielte abgelehntes Damengambit, machte normale Züge, tauschte die Damen und sammelte anschließend die Bauern ein, die sein Gegner freundlicherweise rumstehen ließ. Na ja, vielleicht war es auch ganz gut, dass Schwarz nicht mehr Widerstand leistete. Schließlich war "Sir Pete" die ganze Nacht tanzen und kam erst um 10.30 Uhr - irgendwann muss man ja schlafen!

Da sowohl Erkrath als auch Duisburg gepunktet haben, geht im Moment ein Abstiegsplatz mit 4 Punkten weg. Das heißt, wir sind alles andere als sicher, da wir noch gegen Velbert und gegen die eben genannten Mannschaften spielen müssen. Vielleicht kommen wir beim nächsten Kampf ja alle um 10.45 Uhr und gewinnen dann 8 : 0 (siehe Werner und Peter).

 
Roland Nepsen