Springer I - Geldern I 2 : 6
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Springer I - Geldern I 2 : 6
 
10.01.2000
 
Der erste Kampf im neuen Jahr(hundert?/tausend?) sollte heute gegen Geldern 2 Punkte bringen, damit wir noch etwas vom Aufstieg träumen können (und gar nicht mehr an den Abstieg denken müssen).

Es ging auch ganz gut los - selbst Peter und Werner waren da, bevor die Uhren angestellt wurden. Nur an Brett 5 hatte Roland Plaumann sich verspätet. Ein Kontrollanruf um 10.15 ergab, dass er noch im Bett lag - er hatte den Mannschaftskampf schlicht vergessen! Aber er schaffte es bis 10.40 am Brett zu sein, so dass wir doch vollzählig waren.

Der Kampf entwickelte sich ganz gut. Roland Plaumann spielte schnell (sieh an - wenn er muss, dann kann er!) und aggressiv auf Gewinn. Dem hatte der Gegner nicht viel entgegen zu setzen und Roland schien wie der sichere Sieger. Auch Ralf stand mit Mehrbauern auf Gewinn und Peter spielte auf ein Tor. Günter spielte wie immer eine scharfe Partie, die ich nicht eindeutig beurteilen konnte. An den Brettern 1 - 3 standen wir gut, wenn auch im Remis Bereich. Nur Helmut hatte einen Bauern eingestellt. Aber man weiß ja: wenn er schlecht steht, läuft er zur Hochform auf (was Werner erst kürzlich erfahren musste). Insgesamt sah es also nach einem 5 : 3 für uns aus.

Brett 7: Kruijer 0
Ralf stand gut, mit einem Bauern mehr wahrscheinlich auf Gewinn. Dann zog er jedoch "aktiv" ... e5 und öffnete die Läuferdiagonale a2-g8. Weiß antwortete Sxg6 und Ralf gab auf, da Dh3 im nächsten Zug matt gesetzt hätte. Der erste verschenkte Punkt.

Brett 6: Drißen 1
Peter spielte mit Weiß gegen Königsindisch. Er griff am Damenflügel an und Schwarz hätte am Königsflüge angreifen sollen. Peter ließ seinen König jedoch in der Mitte stehen, so dass Schwarz am Königsflügel keinen Angriff hatte. Dagegen fand der Gelderner kein Konzept.

Brett 5: Plaumann 0
Roland spielte in "Windeseile" eine aggressive Angriffspartie, welcher der Gegner nichts entgegen zu setzen hatte. Da er ja erst um 20 vor 11 gekommen war, kam er doch noch in Zeitnot. Die 40 Züge hatte er (auch aufgeschrieben), jetzt schnell noch einen Zug zur Sicherheit - und schwupps da war der Turm weg. Aus der gewonnen Partie wurde ein 0 : 1 aus Springer's Sicht. Der zweite verschenkte Punkt!

Brett 1: Nepsen 0
Meine Partie stand immer leicht besser für mich, allerdings war die Remisbreite wohl noch nicht überschritten. Ich stellte mich gerade innerlich auf ein Remis ein, da erfolgte der Kruijer/Plaumann'sche Doppelschlag. Also in einer Stellung, in der nichts mehr los ist, auf Gewinn spielen. Das geht nicht immer gut. Hier ging's eben in die Hose und die Zahl der verschenkten Punkte erhöhte sich auf 2½

Brett 8: Krauhausen 0
Vor der Zeitkontrolle stand Günter noch auf Verlust (zumindest wurde die Stellung so eingeschätzt), nach der Zeitkontrolle jedoch wieder auf Gewinn. Dann schenkte er seiner Königssicherheit jedoch zu wenig Aufmerksamkeit und ein Königsmarsch des Schwarzen nach g3 (!) wurde mit einem Matt belohnt! Zahl der verschenkten Punkte: 3½

Brett 2: Fischdick ½
Werner stand die ganze Partie über besser und gestattete seinem Gegner kein Gegenspiel. Das entstandene Damenendspiel schätzten wir als gewonnen ein, jedoch sollte sich zeigen, dass das gar nicht so einfach war (und die Beurteilung vielleicht gar nicht korrekt war). Schwarz kam zu einem Dauerschach.

Brett 4: Kothen ½
Helmut konnte den eingestellten Bauern (s.o.) irgendwie zurückerobern und hätte nach der Zeitkontrolle Remis machen sollen (wollen), was sich bei unserem Punktestand jedoch verbot. Nachdem der Kampf dann endgültig verloren war, konnte auch er die Punkte teilen.

Brett 3: Basen 0
Als letztes spielte Thomas noch bis 17.00 Uhr, obwohl er durchaus eine Stunde früher hätte aufgeben können. Nach einer eigentlich gelungen Eröffnung mit Schwarz muss er irgendwo den Faden verloren haben und landete in einem verlorenen Turm-Dame Endspiel mit Minusbauer. Durch Damentausch machte der Gegner sich die Sache unnötig schwer, letztlich war aber wohl nichts mehr zu retten.

Statt einem 5½:2½ ein 2:6 - das ist ganz schön bitter! Die Aufstiegsträume sind wohl ausgeträumt. Die Devise muss nun lauten noch 2 bis 3 Punkte gegen den Abstieg zu sammeln und nächste Saison mit hoffentlich verstärkter Truppe einen neuen Anlauf zu versuchen.

 
Roland Nepsen