Kaarst I - Springer I 4 : 4
Springer St. Tönis

Startseite
Termine
Berichte
Chronik
Mannschaften
Turniere
Training
DWZ
Info
Statistik
Presse
Suchen
Download
Links
Site Map
E - Mail
Impressum

gratis Counter by GOWEB
 
Kaarst I - Springer I 4 : 4
 
30.01.2000
 
Nach der Pleite im letzten Mannschaftskampf gegen Geldern galt es heute keine Punkte gegen den Abstieg abzugeben. Im Falle einer Niederlage wären die Kaarster uns gefährlich nahe gekommen. Und es sah auch alles nach einem Verlust aus. Aber schauen wir uns die Partien im einzelnen an:

Brett 1: Nepsen (2099) - Arndt (2104) ½
Nach passiver Eröffnungsbehandlung von Weiß konnte Schwarz schnell ausgleichen. Durch eine Ungenauigkeit von Schwarz konnte Weiß jedoch einen wichtigen Läufer gegen einen Springer tauschen. Die entstandene Stellung befand sich im dynamischen Gleichgewicht. Anscheinend waren beide Spieler nicht in besonderer Kampfeslaune, so dass man sich auf ein Remis einigte.

Brett 2: Tremöhlen (2002) - Fischdick (2035) ½
Werner rief gegen 5 nach 10 an, dass sein Wagen nicht anspringt und er erst mal ein Starthilfekabel organisieren müsse. Das schien erfolgreich gewesen zu sein, da er bereits um 10.30 Uhr im Spiellokal erschien. Allerdings muss der Vorfall seine übliche Kampfeslust gedämpft haben, da er seinem Gegner früh die Friedenspfeife anbot. Dieser nahm angesichts von ½/5 in dieser Saison auch an.

Brett 3: Basen (2052) - Braune (2020) ½
Thomas spielte mit den weißen Steinen gegen die sizilianische Verteidigung. Er schien auch die Initiative übernehmen zu können, herausgekommen ist dabei allerdings nichts. Beim Stand von 3 : 3 nahm er gleichzeitig mit Ralf das Remis zum 4 : 4 Endstand an.

Brett 4: Braun (1898) - Kothen (2021) 0 : 1
Helmut spielte als Schwarzer mit der Aljechin-Verteidigung eine super-solide Partie. Nachdem über die offene d-Linie die Schwerfiguren abgetauscht waren, konnte Schwarz in dem resultierenden Endspiel einen Bauern auf c4 gewinnen. Dieser Mehrbauer und der souverän realisierte Vorteil des Läuferpaares gegenüber Springer/Läufer waren ausreichend, die Partie nach Hause zu schaukeln, ohne dass der Gegner jemals eigene Gewinnchancen gehabt hätte.

Brett 5: Kruijer (1898) - Kapeller, B (1910) ½
Ralf hatte als Weißer mit der Bauernformation c4/e4 Spiel gegen den rückständigen Bauern d6, das sich allerdings in dem Moment verflüchtigte, als Schwarz d5 durchsetzen konnte. Danach kam es durch Abtausch der Bauern im Zentrum und einiger Figuren zur Auflösung der Spannung. Ralf versuchte noch etliche Züge lang, Kapital aus der etwas aktiveren Stellung der verbliebenen Figuren zu schlagen. Am Ende einigten sich die Bretter 5 und 3 "im Paket" auf Remis, so dass der unentschiedene Ausgang des Mannschaftskampfes besiegelt war.

Brett 6: Solle (1858) - Krauhausen (1871) 1 : 0
Günther stand als Schwarzer zunächst im frühen Mittelspiel unter Druck und büßte einen Bauern ein, den er jedoch durch konsequentes Druckspiel mit den Schwerfiguren auf den offenen Linien am Damenflügel zurückgewinnen konnte. Als die Partie eigentlich im Gleichgewicht war, unterließ Günther einen notwendigen Zwischenzug mit dem König, so dass Weiß durch eine Fesselung forciert eine Figur gewinnen konnte.

Brett 7: Kalkmann (1832) - Lukoviczki (1841) 1 : 0
Was für ein Kampf. Zunächst hatte Hans als Weißer durch eine gute Eröffnungsbehandlung einen soliden positionellen Vorteil durch Zersplitterung der Bauernstruktur seines Gegners erreicht. Danach ging allerdings der Faden etwas verloren und Schwarz konnte mit einem Springer zuerst nach c3 und dann nach e3 eindringen. Dieser Riese konnte nur durch ein Qualitätsopfer beseitigt werden. Danach sah es so aus, als könne die Strategie des Weißen nur noch darin bestehen, mit Dame, Springer und Bauern eine Festung gegen Dame, Turm und Bauern aufzubauen. Schwarz überzog aber seine Stellung mit Gewinnbemühungen und gestattete Hans, nach einem Damentausch mit einem Freibauern am Königsflügel loszulaufen. Danach spielte Schwarz das Endspiel locker, leicht und schlecht, so dass Weiß problemlos den ganzen Punkt einfahren konnte.

Brett 8: Kapeller, N (2120) - Hamacher 1 : 0
Claus spielte als Schwarzer Pirc gegen e4 und hatte nach kurzer Zeit eine verwickelte Stellung auf dem Brett, in der Weiß am Damenflügel drückte und Schwarz am Königsflügel. Leider fehlte aber dem Königsangriff mit Bauern auf f4 und dem nachrückenden g-Bauern die nötige Durchschlagskraft, um die Qualität zu kompensieren, die bei den Scharmützeln am Damenflügel verloren gegangen war. Der Gegner umschiffte umsichtig alle Fallstricke, die Schwarz sich noch auszulegen bemühte und gewann folgerichtig nach 38 Zügen.

 
Claus Hamacher/Roland Nepsen