SG Hochneukirch - Springer I 5½ : 2½
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SG Hochneukirch - Springer I 5½ : 2½
 
26.03.2000
 
Heute wollten wir gegen Hochneukirch unsere letzte (theoretische) Chance auf den Aufstieg wahren. Da mit Helmut Kothen unser bester Punktesammler fehlte und auch Roland Plaumann verhindert war, mussten zunächst 2 gute Ersatzleute gefunden werden. Zufälligerweise weilte Michael Schmitz am Dienstag unter uns - und wurde sofort zwangsverpflichtet. Neben Michael kam Giuseppe zum Einsatz, der diesen mit einem (glücklichen) Punkt rechtfertigte.

Die erste Klippe am heutigen Tag wurde glücklich umschifft - die Zeitumstellung. Keiner kam sonderlich zu spät, gleichwohl man Peter anmerkte, dass ihm die "gestohlene" Stunde fehlte. Die nächste Klippe war schon etwas haariger - die Mannschaftsaufstellung. Thomas stellte Ralf an 4 und Peter an 5 auf. Dies fiel zunächst niemanden auf und der Kampf ging los. Als Peter um 10.15 Uhr eintrudelte und sich ans Brett setzte, meinte er plötzlich: "Spielt der Ralf nicht hinter mir?". Eigentlich hätte nun zumindest er eine kampflose Null bekommen, vielleicht wären sogar noch mehr Nullen fällig gewesen. Die Hochneukircher zeigten sich jedoch ausgesprochen kulant: Ralf und Peter tauschten die Plätze, man baute die Bretter neu auf und los ging's.

Leider sind damit die guten Nachrichten auch schon zu Ende - wir kommen zum schachlichen Teil. Ich selbst merkte gar nicht, wie ich langsam zu einer schlechteren Stellung kam. Als es soweit war, versuchte ich noch einen Ablenkunsangriff, der aber auch zu nichts führte. Norbert Eßer ließ sich auf nichts ein. Werner stand aus der Eröffnung heraus sehr schlecht, verlor irgendwann eine Figur und musste aufgeben. Thomas stand die ganze Partie über etwas besser. Als ich nach der Zeitnot noch einmal auf sein Brett schaute, hatte er eine Hand voll Bauern mehr. Sein Gegner gab kurz danach auf. Peter stand gegen Harff die ganze Zeit etwas schlechter, da es ihm an Gegenspiel mangelte. Nach der Zeitnot hatte er zwei Bauern weniger, so dass auch er wenig später das Handtuch werfen musste. Ralf stand aus der Eröffnung heraus leicht vorteilhaft. In Zeitnot schoss er einen groben Bock und durfte frühzeitig unter die Dusche. Günter stand in einer scharfen Partie wohl etwas besser - schoss aber ebenfalls einen Bock und musste die Figuren zusammen schieben. Giuseppe stand in etwa ausgeglichen, scheint aber in der Zeitnot einen Bauern eingestellt zu haben. Sein Gegner "vergaß" jedoch, dass die Zeitkontrolle erst nach 40 Zügen ist. Als Giuseppe "Zeit" reklamierte, fiel er fast vom Stuhl. Michael Schmitz spielte seine erste Turnierpartie nach 5 Jahren. Er stand sehr passiv, konnte aber allen Angriffsversuchen stand halten. Im Endspiel stand er vielleicht sogar einen Tick besser, machte aber angesichts des verlorenen Kampfes Remis.

Wir sind heute richtig "baden" gegangen. Wenn wir jemals wieder in der Regionalliga spielen möchten, müssen wir noch viel tun!

 
Roland Nepsen