Springer II - Kranenburg I 4 : 4
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Springer II - Kranenburg I 4 : 4
 
17.09.2000
 
Auch im zweiten Meisterschaftsspiel der neuen Saison erreichte die II. Mannschaft ein umkämpftes 4 : 4. Der Ausgleichstreffer für die Kranenburger fiel erst nach knapp siebenstündigen Wettkampf!

Brett 1: Kiesow - Podschun 1 : 0
Bernd versuchte als Schwarzer die französische Verteidigung. Bereits nach knapp zwanzig Zügen hatte Weiß - aufgrund von schwerwiegenden schwarzen Stellungsbeurteilungen - das leichtere Spiel. Der schwarze König konnte nur noch in der Mitte stehen! Schwarz versuchte noch mit einem Turmopfer den Druck zu mildern. Weiß reagierte kühl und gefaßt und schob in aller Ruhe diese Partie zu einem siegreichen Ende.

Brett 2: Kalkmann - Hünnekes, Th. ½ : ½
Beide Spieler spielten ein verdecktes Schach. Lediglich die beiden Läufer auf g2 und b7 ließen etwas von der großen weiten Welt des Schachspiels erkennen. Die Mittelbauern blieben in Reserve. Die Springer deckten das Lavieren der Schwerfiguren. Es drohte ein Massenabtausch aller Leicht und Schwerfiguren! Man einigte sich vorher auf ein leistungsgerechtes Remis.

Brett 3: Osterkamp - Lautenbach 1 : 0
Nach rund siebenstündiger Spielzeit mußte Walter aufgrund der aktiven Bauern auf dem Damenflügel aufgeben. Bis dahin hatte Walter seinen dreifach Stonewall wieder auf das Schachbrett erhalten. Genügend Figuren und sieben "feste " Bauern ließen lediglich ein Figurengeschiebe erwarten. Nach dem "Turmopfer" von Weiß auf d6 - Schwarz hätte ihn besser stehengelassen - wurden die weißen Springer über die geöffneten Linien sehr aktiv und sprengten sämtliche Bauernketten.

Brett 4: Salamone - Hottgenroth 1 : 0
Weiß hatte ein Minivorteil aus der Eröffnung erhalten. Lediglich die weißen Felder e4 und d5 befanden sich scheinbar in weißer Hand. Beim Beginn eines Massenabtausches schlug Schwarz - statt mit der Dame - mit seinem Springer. Dieser Zug ließ einen Bauern auf e5 ohne Deckung zurück. Weiß gewann diesen Bauern und konnte nach wenigen Zügen - aufgrund von Fesselung oder Figurengewinn - gewinnen.

Brett 5: Wenten - Hilgers 0 : 1
Erich kam diesmal sehr gut aus der Eröffnung heraus. Zusätzlich tauschte der Gegner sämtliche Figuren ab. Zwar befand sich der Damenflügel sehr frühzeitig in der Hand des weißen Spielers. Weiß hatte seinen b Bauern bereits bis nach b6 geschoben und beherrschte mit seinem Turm bereits die a Linie! Trotzdem mußte Weiß wg. Matt auf der Grundreihe sehr vorsichtig auftreten! Es kam zu einem reinen Turmendspiel mit einem schwarzen b Bauern! Der schwarze König verließ danach seinen gesicherten Königsflügel und vollendete den Gewinnzug nach Umwandlung des b Bauer in eine Dame.

Brett 6: Henzel - Hünnekes, S. 1 : 0
Artur beherrschte das Spiel an allen Fronten. Nach Öffnung der h Linie verteidigte Schwarz mit mehreren Leicht und Schwerfiguren diese Einbruchsfelder. Das Zentrum war bereits direkt in der Eröffnung von Weiß "zugemauert". Weiß begnügte sich anschließend auf dem Damenflügel und zerriß hier das schwarze Spiel. Wegen Matt auf der achten Reihe mußte Schwarz aufgeben.

Brett 7: Mölders - Külkens ½ : ½
Külkens hatte als Schwarzer das Grünfeld Indisch auf dem Programm. Weiß hatte wesentlich mehr Spielanteile und versuchte aus einer sicheren Stellung den Sieg zu erringen. Bei einer Abtauschkombination erreichte Weiß den Gewinn eines Bauern. Jedoch gelang Schwarz ein Läuferendspiel mit verschieden farbigen Läufern. Bei Bauerngleichheit auf dem Königsflügel konnte nach 5 stündiger Spielzeit nur ein Remis erfolgen.

Brett 8: Samek - Jansen 0 : 1
Thomas wurde als Weißer von Schwarz in der Eröffnung "überfahren". Schwarz hatte bei Beginn des Mittelspiels zwei Bauern im Zentrum gewonnen. Jedoch bildete sich ein Doppelturmendspiel mit verschieden farbigen Läufern. Der schwarze "weiße" Läufer stand hinter den eigenen Bauern und fungierte lediglich als Deckläufer während der weiße "schwarze" Läufer (Standort e5) von a1 bis h8 sämtliche Felder beherrschte. Thomas vertraute mehr der Stärke des Gegners und tauschte sämtliche Türme ab. Bei einer späteren Analyse wurde die Stärke des Doppelturmes demonstriert Beim Endspiel konnte Weiß über die lange Diagonale f2 bis a7 Remis halten! Die kleinere Diagonale h4 bis f2 konnten den Bauernmarsch nicht mehr aufhalten. Schwarz demonstrierte anschließend den siegreichen Zug mit dem Bauern auf f2 + unter Abwesenheit des weißen "schwarzen" Läufers.

 
Ulrich Külkens