Krefelder SG I - Springer II 4 : 4
Springer St. Tönis

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Krefelder SG I - Springer II 4 : 4
 
15.02.2001
 
Nach drei Stunden führte der Schachklub Springer St. Tönis II mit 3½ : 1½ Mannschaftspunkten. Nach Abschluß des Wettkampfes ein erneutes 4 : 4.

Brett 1: Podschun (1857) - Ruprecht (2052) 0 : 1
Bereits nach Beendigung der Eröffnung zeigte sich das Ergebnis eines schlechten weißen Läufers gegen einen starken schwarzen Springer. Schwarz hielt die Stellung geschlossen und konnte nach Abtausch aller Schwerfiguren den Beweis erbringen: Der weiße Läufer spielte als "Libero" hinter den eigenen Bauern und konnte den schwarzen Königsmarsch nicht aufhalten!

Brett 2: Zenke (1847) - Kalkmann (1880) ½ : ½
Es entwickelte sich nach der Eröffnung eine geschlossene damenindische Verteidigung. Schwarz konnte die a Linie öffnen und besetzen. Jedoch war das Remis danach unausweichlich.

Brett 3:Lautenbach (1765) - Kowalewski (1793) 1 : 0
Schwarz griff bereits frühzeitig mit 4 Bauern auf dem Damenflügel an. Weiß besetzte die weißen Springerfelder f5 und h5 auf dem Königsflügel und lockte die schwarzen Bauern nach h6 und g5. Der schwarze König blieb in der Mitte stehen! Weiß öffnete sofort das Zentrum. Die Öffnung führte zum sofortigen Verlust eines schwarzen Läufers.

Brett 4:Reinhold (1706) - Salamone (1775) 1 : 0
Eine sehr schwerblütige Partie entwickelte sich über vier Stunden. Der Vorstoß des weißen b Bauern auf dem Damenflügel wurde von Schwarz gut abgewehrt. Schwarz hatte danach Ausgleich erhalten. Der weitere Vorstoß von Schwarz führte jedoch zu einem schwarzen "Läuferopfer" für zwei verbundene Freibauern. Die Stellung war danach jedoch nicht mehr zu halten. Der weiße König und der Läufer ließen einen Vormarsch der schwarzen Freibauern nicht zu!

Brett 5:Hilgers (1859) - Ramrath (1665) 0 : 1
Weiß entwickelte seine Läufer über b2 und g2 und gab dafür die Zentrumsposition auf. Schwarz entwickelte harmonisch seine Streitmacht während die weißen Figuren an "Bewegungsarmut" litten. Der Raumvorteil des Schwarzen wurde anschließend zur besseren Stellung der 0ffiziere ausgebaut. Der schwarze Sieg war danach nur noch eine Frage der Zeit!

Brett 6:Steimel (1698) - Frantzen (1782) 0 : 1
Der St. Töniser kam nicht gut aus der Eröffnung heraus! Der schwarze c7 Bauer sah nicht "prächtig" aus. Die weißen Bauern (d4 und b4) verhinderten ein Vorgehen dieses rückständigen Bauern. Schwarz entwickelte danach sein Spiel im Zentrum und konnte anschließend auf dem Damenflügel zum Bauernvorstoß über die a und b Linie kommen. Durch diesen Vorstoß wurden die "unbeweglichen" Türme sehr aktiv und konnten - zusammen mit der Dame - ein Mattnetz auf der 1. und 3. Reihe "weben".

Brett 7:Henzel (1743) - Holzapfel (1571) 1 : 0
Beide Parteien kannten die Eröffnung (Damengambit) ausgezeichnet. Jeder der beteiligten Spieler versuchte durch ein besseres Lavieren der 0ffiziere das bessere Spiel zu erhalten. Durch eine sehr gute Kombination (20. Zug) konnte der St. Töniser eine Leichtfigur gewinnen. Der anschließende Abtausch aller bestehenden Schwerfiguren erfolgte unweigerlich und ließ dem schwarzen Spieler keine Chancen auf eine Resultatsverbesserung mehr.

Brett 8:Froese (1563) - Külkens (1737) ½ : ½
Das Budapester Gambit bestimmte über dreieinhalb Stunden die Strategie. Trotzdem kam "Schwung" erst in der Zeitnotphase von beiden Spielern auf! Bis dahin wurde eine Stellung im Turm/Läuferendspiel mit jeweils 6 Bauern auf ihre Tauglichkeit geprüft. Ein leistungsgerechtes Remis sicherte den Mannschaftspunkt für die II. Mannschaft des Schachklubs Springer St. Tönis!

Freuen konnten sich jedoch lediglich die Schachfreunde aus Krefeld. Hatten sie doch eine sich abzeichnende Niederlage abgewendet!!

 
Ulrich Külkens