Schiefbahn - Springer II 5½ : 2½
Springer St. Tönis

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Schiefbahn - Springer II 5½ : 2½
 
28.03.2001
 
In einem kampfbetonten Spiel hatten die Türmer nach knapp fünfeinhalb Stunden die 0berhand und gewannen verdient mit 5½ : 2½. Es war ein Mannschaftskampf voller Hektik und Dramatik. Beim Stande von 4 : 1 versuchten die St. Töniser Salamone, Hilgers und Külkens durch Siege noch ein Unentschieden zu erreichen. Doch nach einem dramatischen Remis von Hilgers gegen Gutbier konnten die Schiefbahner ihren Sieg gegen St. Tönis II feiern. Die kämpferische Einstellung der St. Töniser stimmte, doch die drei Punkte blieben in Willich Schiefbahn! Podschun : Langer 0:1
In seiner Spezialvariante konnte der St. Töniser mit seinen 0ffizieren nie über die dritte Reihe hinauskommen. In einer geschlossenen Stellung ( jeweils sieben Bauern) verteidigten die Türme (Tb3 und Tf3) - zusammen mit Läufer e1 - den wichtigen c3 Bauern. Schwarz konnte anschließend den Königsmarsch in die feindliche Stellung vorbereiten und gewann verdient.

Wallhorn : Kalkmann 1:0
Der St. Töniser spielte die französische Verteidigung. Es ergab sich ein lebhaftes Figurenspiel. Schwarz hatte Raumgewinn auf dem Damenflügel. Nachdem Schwarz durch einen Bauernvorstoß den gesamten Damenflügel abriegelte, konnte Weiß seine gesamte Streitmacht auf den Königsflügel umgruppieren. Nach Öffnung der Linien und der Diagonalen konnte Schwarz dem Druck nicht mehr lange standhalten.

Lautenbach : Wokrina 0:1
Beide Spieler spielten ihre Partie ohne theoretisches Eröffnungswissen. Trotzdem entwickelte sich von Anfang an ein sehr scharfer Kampf. Schwarz hatte etwas mehr vom Spiel und konnte ab der vierten Spielstunde mit einem Turmpaar gegen Turm/Läufer bei einigen Bauern den Mannschaftskampf gewinnen.

Nys : Salamone ½ : ½
Weiß hatte direkt aus der Eröffnung ein sehr gutes Spiel erhalten. Der schwarze Königsflügel konnte sich nicht entwickeln. In seiner Not aktivierte Schwarz seinen Damenflügel. Trotz eines weißen Freibauern auf d6 beherrschte Schwarz anschließend mit seinen Schwerfiguren die dritte und vierte Reihe von Weiß. Nach Gesamtsieg der Schiefbahner wurde dieser Partie Remis gegeben.

Hilgers : Gutbier ½ : ½
Der St. Töniser hatte als Weißer eine sehr gute Stellung erhalten und er wickelte über vier Stunden in ein mit Vorteil ausgestattetes Turmendspiel mit fünf zu drei Bauern ab. Jedoch bestanden die weißen Bauern aus verschiedenen Einzel- und einem Doppelbauernpaar.Trotz besserer Stellung ( weißer König sechste, Turm siebte Reihe) und verschiedenen Freibauern auf dem Damenflügel konnte den St. Töniser diese Stellung nicht zum Gewinn bringen. Die Nervenstärke lag diesmal wohl beim Schiefbahner!

Würtele : Frantzen ½ : ½
Weiß hatte nach der Eröffnung das bessere Spiel und konnte es bis zum späten Mittelspiel halten. Schwarz besaß keine Angriffsmöglichkeiten. Der Turm mußte sogar auf f6 den einsamen Bauern auf d6 decken! Nach einer Abtauschorgie der Schwerfiguren entwickelte sich ein Damenendspiel mit fünf Einzelbauern. Nach knapp viereinhalb Stunden Spielzeit wurde wegen "Pattstellung" beider Könige Remis gegeben.

Külkens : Raupach ½ : ½
Aus der Eröffnung entwickelte sich ein geschlossener Sizilianer. Aufgrund von Angriffsbemühungen des St. Tönisers auf den Königsflügel mußte Schwarz eine geschlossene Königsstellung erreichen! Der Damenflügel wurde von Schwarz kontrolliert. Weiß hatte - aufgrund des Läuferpaares - eine wesentlich bessere Stellung. Nach Tausch aller Schwerfiguren bewegte sich der weiße König Richtung Zentrum. Die praktische Durchführung des weißen Planes - Vormarsch des Königs - wurde wegen bereits erfolgtem Matchgewinn der Schiefbahner nach rund fünfeinhalb Stunden durch Remis beendet.

Tippmann : Cablitz ½ : ½
Weiß spielte sehr verhalten und Schwarz konnte problemlos ausgleichen. Aufgrund einer gut durchgeführten Abtauschvariante im Mittelspiel erreichte Schwarz ein Turm/Läufer gegen ein Turm/Springer-Endspiel. Gewinnfaktoren: Zwei Freibauern auf der a + b Linie. Leider wurde der "falsche" b Bauer gezogen und Weiß konnte mit seinem Springer die schwarze Stellung mehr als einmal in Verlegenheit bringen. Ein leistungsgerechtes Remis beendete den schon sicher geglaubten Brettsieg für St. Tönis.

 
Ulrich Külkens