Kleve II - Springer II 5½ : 2½
Springer St. Tönis

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Kleve II - Springer II 5½ : 2½
 
23.05.2001
 
St. Tönis II ist abgestiegen! In einem sehr kämpferischen Spiel gegen Kleve II konnten die St. Töniser Spieler erneut keinen Sieg erringen und steigen deswegen als Absteiger in die Bezirksklasse ab! Es war ein sehr Kampf betontes Spiel. Der Sieg für den Aufsteiger stand jedoch erst nach knapp fünf Stunden fest. Die Klever zeigten schon bereits nach zwei Stunden ihre guten Spielideen und den Weg zum Sieg.

In der Partie Jaspers gegen Kalkmann hatte der St. Töniser bereits in der Eröffnung große Probleme. Weiß hatte wesentlich mehr Raum zur Verfügung und konnte aufgrund dieses Raumvorteils die Initiative auf dem Königsflügel erreichen. Der Einsatz eines Turmes auf der dritten Reihe ließen ein Mattzentrum erahnen und führten wenige Züge später zur 1 : 0 Führung der Klever. Lautenbach hatte als Weißer gegen Richter eine gute Stellung aufgebaut. In dieser geschlossenen Stellung erreichte der Klever durch eine Unachtsamkeit des St. Tönisers einen Figurengewinn. Die Partie wurde anschließend sofort aufgegeben.

Der Klever Hackstein punktete gegen Henzel nach einer wilden Partie. Beide Spieler waren sehr kämpferisch eingestellt. Die Könige standen zwischenzeitlich auch im Brennpunkt des Kampfes. Es brannte sowohl auf dem Damen- als auch auf dem Königsflügel. Die bessere Abgrenzung des eigenen Raumes und ein siegbringender h6 Bauern vergrößerten schließlich den Vorsprung auf drei Brettpunkte. Beim ersten Brett (Podschun : Lorum) hatte der St. Töniser frühzeitig einen Mittelbauern verloren. Schwarz verlagerte anschließend sein Spiel vom Mittelspiel in das Endspiel. Danach konnte Schwarz mit seinem König ungebremst in die weiße Stellung gelangen! Der König eroberte anschließend noch verschiedene weiße Bauern und machte den Weg für den eigenen Freibauer frei.

Cablitz gegen Lange spielten unentschieden. Cablitz hatte als Schwarzer den besseren Start und erreichte während des Mittelspiels auch einen gefährlichen Druck gegen die weiße Stellung. Im Wirkungsbereich des Endspiels hatte der St. Töniser schließlich einen gesunden zentrumsnahen Mehrbauern. Es keimte bei den St. Töniser ein wenig Hoffnung auf! Das Turmendspiel mit zwei : drei Bauern wurde anschließend sofort Remis gegeben.

Külkens konnte als Weißer gegen v Vliet nicht gewinnen! Die Partie wurde nach knapp viereinhalb Stunden Remis gegeben. Schwarz ließ nichts "anbrennen" und erreichte durch Dauerschach den Siegpunkt für die Klever Mannschaft. Die Partie gestaltete sich aus der Skandinavischen Verteidigung. Im Brennpunkt stand lediglich die offenen d Linie. Nach der späteren Analyse wurde übereinstimmend festgestellt, daß der Klever v Vliet bessere Möglichkeiten in diesem Endspiel als der St. Töniser hatte!

Den einzigen Siegpunkt erreichte der St. Töniser Salamone als Schwarzer gegen Walterfang. Schwarz hatte - nach einer gelungenen Abtauschvariante von verschiedenen Leicht- und Schwerfiguren - ein Turm sowie Springer/Läufer gegen einen Doppelturm erreicht. Das Brett stand ferner noch voller Bauern. Der Doppelturm stand ohne Verbindung untereinander und konnte lediglich beschränkt Verteidigungsaufgaben übernehmen. Der schwarze Springer konnte - durch Deckaufgabe des schwarzen Läufers begünstigt - anschließend die weiße Bauernstellung durchlöchern und den Siegpunkt einfahren.

Nach knapp fünfstündiger Spielzeit konnte der St. Töniser Hilgers gegen Dorst ein Unentschieden im Turmendspiel gegen einen schwarzen h Bauern halten! Hilgers hatte große Vorteile direkt aus der Eröffnung in das Mittelspiel übertragen. Sein weißer Springer auf b6 beherrschte die schwarze Stellung. Eine Koordination der schwarzen 0ffiziere konnte im Zentrum und am Damenflügel nicht erfolgen. Nach Öffnung der g Linie durch Schwarz ging die Initiative anschließend auf Schwarz über. Schwarz gestaltete anschließend das Spiel und erreichte das vorgegebene Ergebnis.

(Anmerkung der Redaktion: die Endrunde der Bezirksliga wurde komplett in St. Tönis gespielt. Hierzu liegt ein Bericht vor)

 
Ulrich Külkens