WSB Krefeld I - Springer II 4 : 4
Springer St. Tönis

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WSB Krefeld I - Springer II 4 : 4
 
10.04.2003
 

WSB I Springer II 
Seleznev (1949)-Salamone (1810)1 : 0
Goikhman (1910)-Kalkmann (1892)1 : 0
Elterman (1725)-Hilgers (1885)0 : 1
Golenshyn (1856)-Cablitz (1871)1 : 0
Hurevich (1824)-Lautenbach, W. (1809)0 : 1
Konev (1628)-Külkens (1689)0 : 1
Chevkine (1680)-Frantzen (1713)0 : 1
Bachmann (1658)-Henzel (1720)1 : 0
   4 : 4

Gekämpft und doch verloren lautete das Ergebnis eines sehr schweren, aber auch sehr fairen Wettkampfes gegen die erste Mannschaft der WSB Krefeld. Die St. Töniser wussten von der Heimstärke dieser gegnerischen Mannschaft und kannten auch die Spielstärken der ersten vier Bretter. Die Strategie des Mannschaftsführers Külkens lautete: oben Remis halten und an den unteren Brettern (schwache Seite der WSB I) punkten.

Doch diesmal gelang es nicht! Bereits nach drei Stunden führten die Krefelder verdient mit 2 : 0 Brettpunkten. Hans Kalkmann kam gegen die Eröffnung des Gegners nicht zurecht und konnte lediglich beim Angriff des Gegners zuschauen. Zwar hatte der St. Töniser etwas Auftrieb nach einem Qualitätsopfer, jedoch war dem Gegner aufgrund der besseren Position der Leicht- und Schwerfiguren ein Mattangriff auf den gegnerischen König sicher. In einer besseren Stellung musste Cablitz nach einer verfehlten Kombination wegen Figurenverlust aufgeben. Anschließend zeichneten sich bereits die nächsten Niederlagen von Salamone und Henzel ab.

Salamone hatte eine sichere feste Position und konnte eigentlich nur noch auf Remis spielen. Jedoch zeigte sich der Krefelder taktisch gut auf der Höhe und brachte anschließend auf freiem Feld den weißen König in große Mattgefahr. Henzel hatte bange Stunden zu überstehen und konnte glücklich ein Bauernendspiel erreichen. Statt in Ruhe ein Remis zu schieben, wurde die Stellung überzogen und Weiß erreichte als erster mit seinem h Bauern die achte Reihe und verwandelte sicher in eine Dame.

Zeitgleich erreichte Erich Hilgers den ersten St. Töniser Siegpunkt. Der St. Töniser hatte bereits nach der Eröffnung das Tempospiel und auch die besseren Bauern- und Figurenstellungen. In dieser schweren Situation für den Krefelder war bereits die Niederlage geboren! Der St. Töniser konnte eine Qualität gewinnen und zielsicher den Punkt einfahren.

Nach weiteren Siegen von Frantzen und Lautenbach stand es nach Ende der vierten Stunde 4 : 3. Erstmalig nach Jahren spielte Frantzen den Damenbauern nach d4 und schob anschließend auf dem Feld c7 den Schwarzen zusammen! Schwarz musste die Qualität geben und konnte anschließend auf einen d4 Freibauern verweisen. Nach Rückgabe der Qualität hatte Lutz Frantzen zwei Freibauer zur Verfügung! Die Aufgabe des Gegners erfolgte sofort.

Walter Lautenbach trippelte mit Weiß ganz langsam in die schwarze Stellung und hatte nach einer gelungenen Kombination zwei gesunde Mehrbauern! Schwarz musste nach weiteren sieben Zügen aufgeben.

Erst in der letzten halben Stunde erfolgte in der Partie Konev gegen Külkens der Generalabtausch. Beide Gegner waren in hoher Zeitnot. Nach Ablauf der vierten Stunde hatte der St. Töniser ein Springer/Läuferendspiel mit einem Mehrbauern. Sein König beherrschte das Zentralfeld d4 und dirigierte jetzt die Bauernkämpfe auf dem Königsflügel und späteren Damenflügel. Endstand nach sechs Stunden Spielzeit: ein schwarzer c Bauer brachte den entscheidenden Siegpunkt zum 4:4 Endstand!!

(Druckversion )

 
Ulrich Külkens