Kranenburg - Springer II 3 : 5
Springer St. Tönis

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Kranenburg - Springer II 3 : 5
 
17.01.99
 
Mit zehnminütiger Verspätung kamen wir in Kranenburg an. Unsere Gegner hatten fairerweise die Uhren noch nicht angestellt. Als direkte Tabellennachbarn ging es heute um Platz 3. Wir haben für Brett 1 als Ersatz Frank Drießen spielen lassen. Auch Kranenburg mußte für Brett 2 einen Ersatzspieler aufbieten.

Brett 2:
Hans Kalkmann gegen Püplichhausen. Hans kam mit den schwarzen Steinen schwer unter Druck. Sein Gegner hatte zwar viel Zeit eingebüßt, doch gegen seinen Angriff auf dem Königsflügel konnte Hans schließlich nichts mehr ausrichten. So führte Kranenburg nach 2½ Std. mit 1 - 0.
Brett 5:
Walter Lautenbach stand mit Weiß gegen Mölders in druckvoller Stellung. Durch einen Mattangriff bedingt mußte sein Gegner die Stellung öffnen. Walter konnte nun durch Abtausch seiner Schwerfiguren zwei Bauern gewinnen und dadurch zwei verbundene Freibauern erzielen. Sein Gegner gab auf. Kurze Zeit später Ausgleich zum 1 - 1.
Brett 1:
Erich Hilgers gegen Kiesow. Erich hatte zunächst mit Weiß gegen den rund 150 DWZ besseren Kiesow starken Druck auf die schwarze Königsstellung ausgeübt, der sich aber nach und nach aus seiner sehr defensiv geführten Partie befreien konnte. Beim Rückzug mußte Erich dann Federn lassen, indem er wegen drohenden Damenverlustes eine Figur gegen zwei Bauern gab. Dies reichte Kiesow zum Sieg. Wieder Führung für Kranenburg, nach 3 Std. 2 - 1.
Brett 8:
Unser Ersatzmann, Frank Drießen, der normalerweise bei der IV. Mannschaft in der A-Klasse spielt, hatte es mit dem Stammersatzmann Hottgenroth zu tun. Franks schwarze Steine kamen schon nach einer Stunde und rund 10 Zügen arg in die Bredouille. Stellung und Qualitätsverlust nach 15 Zügen ließen unseren jüngsten Spieler ziemlich alt aussehen. Er konnte zwar seine Situation noch etwas verbessern, mußte aber am Ende mit drei Minusbauern die Waffen strecken. Lehrgeld für Frank, Punkt für Kranenburg. Nach 3½ Std. also 3 - 1.

Dies sollte aber der letzte Punkt für unseren Gegner sein, denn jetzt begann St. Tönis eine unnachahmliche Aufholjagd.

Brett 7:
Giuseppe Salamone gegen Bültjes. Giuseppe, heute ein Brett höher, spielte mit den weißen Figuren sehr druckvoll und konnte im Mittelspiel ein starkes Zentrum aufbauen. Nach recht gutem positionellen Spiel bedeutete sein gut vorbereiteter Mattangriff schließlich das Ende für seinen Gegner. Fünf Minuten später kamen wir auf 3 - 2 heran.
Brett 5:
Lutz Frantzen spielte mit Schwarz gegen Osterkamp. Der offensivste Schwarze auf St. Töniser Seite. Die Stellung war zuerst sehr verschachtelt. Zur Öffnung der Partie opferte Lutz einen Bauern. Ein weiteres Bauernopfer brachte Druck auf die weiße Königsstellung. Die nun dicht gedrängten weißen Figuren ließen der weißen Dame kaum Rückzugsfelder. Schließlich mußte Weiß die Dame gegen einen Turm geben. Danach ging alles recht schnell voran und Osterkamp gab entnervt auf. Nach 3¾ Std. Ausgleich. 3 - 3.
Brett 6:
Artur Henzel als Schwarzer gegen Jansen. Heute spielte Artur mal recht defensiv, konnte sich aber allmählich immer mehr befreien. Nach dem 18. Zug hatte Jansen schon 1¾ Stunde verbraucht, da er wohl an eine Opferkombination dachte. Ein Bauernopfer brachte Artur nun die Befreiung aus seiner gedrängten Stellung. Weiß schien an seinem eigenen Angriff zu ersticken. Jetzt gewann Artur die Qualität und in akuter Zeitnot seines Gegenübers auch noch eine Figur. Dies zwang nun Weiß zur Aufgabe. Kurz nach dem Ausgleich, nun die Führung für St. Tönis. 3 - 4.
Brett 4:
Peter Drißen gegen Hünnekes. Peters Spiel erinnerte stark an den bekannten Krimi «Das indische Halstuch» von Edgar Wallace. Mit seinem starken Angriff auf dem Damenflügel schob er seine Bauern und Figuren langsam aber sicher in Richtung Grundlinie des Schwarzen. Peter konnte dadurch eine Figur gewinnen und brachte seine Partie zu einem sicheren und für uns erfolgreichen Ende. 3 - 5.

St. Tönis II hat dadurch seinen dritten Tabellenplatz mit drei Punkten Vorsprung gefestigt. Die überlegenen Tabellenführer aus Krefeld (Turm und SG) haben je zwei Minuspunkte auf ihrem Konto und müssen beide noch gegen uns antreten. Man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben, denn wir können ganz befreit aufspielen und vielleicht unsere Stadtnachbarn etwas ärgern.

 
Lutz Frantzen