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Heute war es also soweit, es ging darum gegen einen übermächtigen Gegner um den Aufstieg zu kämpfen. Nach dem knappen Sieg unserer Gegner in der letzten Runde waren sie gewarnt und traten mit nur einem Ersatzspieler an. Um den Vorteil der Krefelder aufzuzeigen, sind diesmal die DWZ hinter den Spielern in Klammern gesetzt. Ein weiterer Vorteil für die Nachbarn im quasi Lokalderby war der Einsatz von zwei Damen an den Brettern 1 und 5.
- Brett 5: Lutz Frantzen - Andrea Schmidt ½
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Lutz Frantzen (1802) spielte mit Weiß gegen Andrea Schmidt (1943). Nachdem «Französisch-Abtausch» zeitweise für einen kleinen Vorteil der Schwarzen geführt hatte, konnte Lutz etwas besser ins Spiel kommen. Schließlich blieben beiden Spielern noch je 2 Springer und 7 Bauern. Die Gegnerin bot nach 2½ Stunden und 27 Zügen Remis an, was Lutz auch annahm. ½ - ½
- Brett 4: Dr. Michael Prein - Peter Drißen ½
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Peter Drißen (1922) als «Schwarzer» gegen Dr. Prein (2062). Peter spielte heute etwas defensiver als man sonst von ihm gewohnt ist. Nach Befreiung aus der etwas gedrückten Stellung kam Schwarz zu einem ausgeglichenen Spiel. Nach Abtausch der Damen einigte man sich einvernehmlich nach 25 Zügen und knapp 3 Stunden auf Unentschieden. 1 - 1
- Brett 6: Jonas Markgraf - Walter Lautenbach 1 : 0
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Walter Lautenbach (1771) stand mit Schwarz gegen Markgraf (1900) nach dem 6. Zug ziemlich desolat da. Die miserable Königsstellung und seine Unterentwicklung konnte Walter nicht mehr wettmachen. Schließlich hatte Weiß 5 Bauern mehr gefressen, was natürlich nicht mehrt zu kompensieren war. Folgerichtig für uns verloren 2 - 1
- Brett 2: Dr. Klaus Eckler - Erich Hilgers ½
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Erich Hilgers (1922) gegen Dr. Eckler (1988). Der schwarze Erich hatte seine liebe Not, verlor Qualität und 2 Bauern im Mittelspiel. Er hielt Turm und Läuferpaar gegen Dame und Läufer. Während Weiß damit befaßt war, die herumstehenden Bauern einzusammeln, kam Erich auf die Idee, seinen Gegner zu ärgern. Seine beiden Läufer wurden plötzlich so stark, daß er mit Matt drohen konnte. Nur durch Zugwiederholung konnte Weiß schließlich noch dem Verlust widerstehen. Totgeglaubte leben länger, wäre hier wohl die treffende Bezeichnung der Partie, die Erich Nach 3½ Stunden und 40 Zügen noch zum Remis umbog. 2½ - 1½
- Brett 3: Hans Kalkmann - Marcus Getta ½
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Hans Kalkmann (1851) gegen Getta (1967). Hans hatte mit Weiß nach drei hintereinanderfolgenden Läuferzügen in der Eröffnung erhebliche Unterentwicklung, konnte sich erst relativ spät aus der Deckung trauen. Nach Abtausch aller Figuren blieb schließlich ein Mehrbauer für Schwarz. Durch geschicktes Taktieren hielt Hans nach dem 44. Zug und 4 Stunden Remis 3 - 2
So hatten wir uns bis dato noch prima verkauft, doch an den letzten drei Brettern sah es alles andere als freundlich aus.
- Brett 1: Bernd Podschun - Joanna Sadkiewicz 0 : 1
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Bernd Podschun (1854) spielte mit Weiß gegen Joanna Sadkiewicz (2220), die hübsche blonde Internationale Meisterin. Er hatte somit den dicksten Brocken vorgesetzt bekommen. 5 Stunden hielt sich Bernd tapfer, kam zu einem Schwerfigurenendspiel mit Zeitnot für seine Gegnerin, die häufiger längere Zeit überlegen mußte. Ein klitzekleiner Fehler im Turmendspiel gab schließlich den Ausschlag und Joanna konnte einen Bauern verwandeln. Nach etwas mehr als 60 Zügen mußte Bernd leider aufgeben 4 - 2
- Brett 7: Artur Henzel - Ralf Schneiderwind ½
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Artur Henzel (1815) als Weißer gegen Schneiderwind (1910) wieder einmal mit seiner speziellen Gibbins-Weidenhagen-Eröffnung. Er brachte zwar zunächst Druck ins Spiel, Schwarz konnte aber eine solide Stellung aufbauen und schleppte schließlich seinen im Mittelspiel ergatterten Mehrbauern durch alle Turbulenzen ins Endspiel. Doch trotzdem noch Remis für Artur. 4½ - 2½
- Brett 8: Klaus Bernhard - Guiseppe Salamone 1 : 0
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Guiseppe Salamone (1597) gegen Bernhard (1883). Der schwarze Guiseppe konnte während der gesamten Partie gegen sein Gegenüber nichts großes ausrichten, der durch ein Läuferopfer 2 Mehrbauern gewinnen konnte, die er auch im Turmendpiel zu seinem Vorteil genutzt hat. Nach 57 Zügen und 5½ Std. Endergebnis 5½ - 2½
Sicherlich verdient für Turm. Wir haben uns dennoch tapfer geschlagen und an 5 Brettern immerhin nicht verloren, 1439 DWZ war Krefeld stärker. Mit dieser Mannschaft spielen sie nächste Saison voraussichtlich in der Verbandsklasse auch klar oben mit.
Im letzten Kampf gegen die SG aus Krefeld, die heute mit sehr viel Mühe gewinnen konnte, geht es für unseren Gegner darum, uns so hoch wie möglich zu schlagen, da sie auf Turm mit 2½ Brettpunkten bei gleicher MP-Zahl auf Platz 2 folgen. Aber St. Tönis wird sich sicherlich nicht abschlachten lassen, da sonst auch das doch freundschaftliche Verhältnis zu Turm in Mitleidenschaft gezogen werden würde.
Ergebnisse: St. Hubert - Kleve II 6½ - 1½
Kranenburg - Kevelaer 4 - 4
Nettetal - Kleinenbroich 4½ - 3½
SG Krefeld - Heinsberg 4½ - 3½
Somit St. Tönis weiter auf Platz 3.
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