Turm Krefeld IV - Springer II 6 : 2
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Turm Krefeld IV - Springer II 6 : 2
 
27.10.99
 
Begünstigt nach Fehlern in den Eröffnungen der St. Töniser Spieler, Kalkmann und Henzel, konnten die Krefelder einen nie gefährdeten Sieg 6 : 2 Sieg verbuchen. Leider zeigte sich die Niederlage, durch die frühen Eröffnungsprobleme, schon sehr frühzeitig. Der Versuch mit der „Brechstange“ führte naturgemäß zu einer solchen hohen Niederlage.

Podschun - Bilke 0 : 1
Weiß hatte seine Angriffsvorbereitungen auf dem Königsflügel noch nicht vollständig beendet, als Schwarz seine Angriffsformationen Richtung Damenflügel einsetzte. Weiß mußte plötzlich seine Türme auf dem Damenflügel formieren. Nach vielen Verwicklungen ( beide Spieler wollten ein Matt sehen) erreichte Schwarz schließlich die Aufgabe von Weiß vor einer Mattkombination. Remis war für Weiß vorhanden, jedoch wegen schlechtem Mannschafts- stand nicht durchführbar!

Cleven - Kalkmann 1 : 0
Schwer unter die Räder kam Schwarz direkt in der Eröffnung. Begünstigt durch einen nicht erfolgten Springer/Läufertausch kam Weiß zu einem gefährlichen Angriff. Frühzeitig mußte der König bereits in die offene Feldschlacht ziehen. Weiß klärte bereits frühzeitig die gute Lage ( Figurengewinn) und konnte nach knapp 3,5 Stunden gewinnen.

Hilgers - Küsters 0 : 1
Weiß eröffnete b 3 und es entwickelte sich sehr schnell eine geschlossene Stellung. Beim anschließenden Figurentauschrennen hatte Schwarz die bessere d Linie als 0perationsbasis und konnte bei einem Angriffszug der Dame auf d2 den weißen Turm auf e1 und den Springer auf a5 angreifen. Wenige Züge nach Eroberung des weißen Springers konnte Schwarz seinen Mannschaftskollegen neue Erfolgsmeldungen verkünden.

Wokrina - Salamone 1 : 0
Schwarz kam nicht gut aus der Eröffnung heraus. Das Läuferpaar und die zukünftige d Linie als 0perationsbasis für die weißen Türme ließen Schwarz keine großen Chancen. Schwarz verteidigte sich jedoch sehr zäh und konnte bereits nach knapp 3,5 Stunden Land unter bei Weiß melden. Weiß hatte auf dem Königsflügel lediglich noch einen gegen vier Bauern mit Angriffsformationen von Turm/Läufer. Leider hatten sich auf dem Damenflügel zwei Frei- bauern ( a + b ) mit Blickrichtung zur weiteren Damenentwicklung formiert. Nach dem Umwandlungsgesetz Bauer/Dame konnte Schwarz aufgeben.

Henzel - Wüsten 0 : 1
In seiner Lieblingsvariante g 4 kam aufgrund eines Fehlers von Arthur Schwarz sehr schnell zum besseren Spiel. Schwarz bestimmte das Tempo des Spiels und konnte aufgrund des Zentrumsvorteils den Gewinn anstreben.

Schäffner - Külkens ½
Es entwickelte sich die französischen Abtauschvariante. Trotz Tausch von sehr vielen leichten und schweren Figuren auf der e Linie wurde mit 7 Bauern und einem Springer das Endspiel vorgezogen. Der frühe Bauerngewinn auf a7 beendete die lange Reise des weißen Springers! Nach sehr vielen Bauernschlachten konnte Schwarz den weißen Springer gewinnen. Mangels Bauern mußte beim Stand von zwei einzelnen Bauern (a + d) gegen den schwarzen Springer Remis erfolgen.

Stendahl - Selders 1 : 0
Weiß startete mit Blickrichtung schwarzen Königsflügel und entwickelte die leichten und schweren Figuren hinter den eigenen Bauern. Bei vollem Brett opferte Weiß seinen weißen Läufer auf g6 und erlaubte Schwarz auch noch den Gewinn des weißen Springers auf e5. Die dadurch entstandenen Lücken waren für Schwarz gar nicht auszurechnen! Auch beeindruckte ggf. die Schnelligkeit der 0pferung durch den weißen Heerführer. Der letzte verbliebene weiße Springer setzte den Siegpunkt durch Mattsetzung oder beginnenden Damenverlust auf f7.

Müllers - Drießen ½
Nach knapp 2,5 Stunden erfolgte am achten Brett ein leistungsgerechtes Remis. Weiß hatte in der Eröffnung einen besseren Start konnte aber keine schwachen Punkte bei Schwarz erkämpfen. Schwarz entwickelte ein harmonisches Spiel seiner Leicht und Schwerfiguren und stand bei den beginnenden „Remisverhandlungen“ etwas besser. Die weißen Springer standen auf der ersten und zweiten Reihe! Ein Sieg wäre jedoch – mangels Schwächen in der weißen Bauernstruktur – sehr schwer gewesen.
 
Ulrich Külkens