Springer II - SG Krefeld I 5½ : 2½
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Springer II - SG Krefeld I 5½ : 2½
 
16.01.2000
 
Der erste Kampf im neuen Jahr fing recht chaotisch an. Um 10 Uhr waren 20 Leute zum Schachspielen gekommen, davon allerdings 8 von Turm Krefeld VIII, die gegen unsere 3. Mannschaft spielen wollten. Hier war wohl die Terminverlegung nicht korrekt weitergeleitet worden. Unverrichteter Dinge zogen die Türmer wieder ab.

Nun waren von der SG lediglich 5 Spieler da. Die Terminverlegung für heute - uns schon seit Juli 1999 bekannt, traf bei der SG erst vergangene Woche ein, weshalb sie keine komplette Mannschaft aufstellen konnten. Zu allem Chaos musste Bernd Podschun, der um 9.45 Uhr schon vor Ort war, zu einem Notdiensteinsatz für die Stadtwerke Willich.

Nachdem alle Widrigkeiten geklärt waren, konnte der Kampf um 10.15 Uhr beginnen, d.h. die Partien an den Brettern 5 - 8 konnten starten, an Brett 1 fehlte ja Bernd und die Bretter 2 - 4 ließen die Uhren laufen. Nach einer halben Stunde kam Bernd zurück, so dass am Spitzenbrett auch der Spielbetrieb aufgenommen werden konnte.

Nach einer Stunde führten wir also mit 3 - 0, somit waren "lediglich noch" 1½ Punkte zum Sieg erforderlich.

Brett 2: Kalkmann - Klotter 1 : 0 kl

Brett 3: Hilgers - Rönspeck 1 : 0 kl

Brett 4: Frantzen - Grunenberg 1 : 0 kl

Brett 8: Külkens - Ramrath 1 : 0
Uli Külkens mit Weiß gegen Ramrath. Uli gewinnt im 11. Zug durch eine Springergabel Turm gegen Bauern, versuchte daraufhin, seinen Springer auf h8 wieder herauszubekommen. Nach 20 Zügen war die Figur gerettet und 2 Bauern gewonnen. Doch Ulis Zeit war wieder sehr weit vorangeschritten. Eine Mattkombination führte schließlich im 32. Zug zum Ziel. Nach 3½ Stunden Führung zum 4:0

Brett 7: Lautenbach - Reinhold ½ : ½
Walter Lautenbach spielte mit Schwarz gegen Reinhold. Walter machte mächtig Druck auf des Gegners Königsflügel, was Weiß ganz schön in Zeitdruck brachte. Anstatt jedoch unkompliziert weiterzuspielen, sah Walter irgendwelche "Gespenster", so daß sich der Weiße nach und nach befreien konnte. Durch die geringe Zeit, die Weiß noch verblieben war, bot er unserm Mann Remis an, was Walter bei diesem Spielstand sofort annahm. Kurze Zeit später nach Uli stand unser Sieg fest. 4½ - ½.

Brett 5: Salamone - Zenke 1 : 0
Giuseppe Salamone hatte mit Schwarz gegen F. Zenke zunächst stellungsmäßigen Nachteil, bevor Weiß im Mittelspiel einen Läufer opferte. Giuseppe spielte konzentriert weiter und hielt den Figurenvorteil bis ins Endspiel. Im 45. Zug gab Weiß nach 4 Stunden auf. 5½ - ½ für uns.

Henzel - Berg 0 : 1
Artur Henzel gegen Berg. Artur spielte als Weißer ziemlich offen, opferte in der Eröffnung Bauern gegen Entwicklungsvorsprung. Im 23. Zug zog er eine Opferkombination durch, die allerdings ungenügend vorbereitet schien. Schwarz parierte korrekt, brachte seinen materiellen Vorteil über die Zeit. Artur gab nach dem 41. Zug auf. Nach 4½ Stunden verkürzte die SG auf 5½ - 1½.

Brett 1: Podschun - Ruprecht 0 : 1
Bernd Podschun als Schwarzer gegen Ruprecht, holte die eingebüßte Zeit wieder auf, doch gegen einen stellungsmäßigen Nachteil, auch 2 Minusbauern waren das Ergebnis nach der Zeitkontrolle. Einige Male ging noch sein Handy wegen der Rufbereitschaft, was nicht nur ihn, sondern auch die anderen Spieler nervte. Materiell konnte Bernd wieder ausgleichen, doch im Schwerfigurenendspiel mit je 4 Bauern setzte sich wohl die Spielstärke seines Gegners (DWZ 2071) durch. Nach 6 Stunden war der Kampf zu Ende. 5½ - 2½ für uns. Gut, dass die SG nicht komplett angetreten ist.

 
Lutz Frantzen