St. Hubert I - Springer II 3½ : 4½
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St. Hubert I - Springer II 3½ : 4½
 
9.04.2000
 
Heute fand also die Nachholpartie gegen St. Hubert statt, die vom Bezirksspielleiter aufgrund unseres Protestes neu angesetzt worden war. Unser Gegner spielte heute ebenfalls unter Protest. Brett 5 der Gastgeber blieb frei. Pünktlich um 10 Uhr ging der Kampf los. Die Begrüßung war wegen der vorausgegangenen Ereignisse eher nüchtern. Die beiden Mannschaftsführer verloren ihre Partien, zwei überflüssige grobe Patzer von Bernd Podschun und Uli Külkens brachten den Kampf, der klar für uns stand, noch einmal in Gefahr. Jetzt bleibt allerdings noch die endgültige Entscheidung über den von St. Hubert eingelegten Protest abzuwarten.

Brett 5:
Kopowski gegen Giuseppe Salamone 0 - 1 kampflos.

Brett 3:
Theis gegen Erich Hilgers. Remis nach 20 Zügen und 1½ Std. ½ - 1½.

Brett 7:
Walter Lautenbach spielte mit Weiß gegen Hermann, machte von Beginn an Druck auf des Gegners Stellung, was nach 2 Stunden und 38 Zügen bereits zum Gewinn führte. ½ - 2½.

Brett 4:
Lutz Frantzen mit Schwarz gegen Barz. Weiß eröffnete mit a3, eroberte im Mittelspiel einen Bauern, der schließlich zum Freibauern avancierte. In einem Springer - Läufer-Endspiel setzte Weiß konzentriert fort und Lutz mußte nach 56 Zügen und drei Stunden seine erste Saisonniederlage hinnehmen. 1½ - 2½.

Brett 2:
Hans Kalkmann spielte mit Schwarz gegen Steingrobe. Die Partie entwickelte sich zu einem Damenendspiel mit je einer Leichtfigur. Die Abwesenheit der noch übrig gebliebenen Figuren von des Gegners König nutzte Hans, nachdem er ein Remisangebot des gegnerischen Mannschaftsführers zurückgewiesen hatte, gnadenlos aus und stellte schließlich kurz nach Lutz' Niederlage mit dem 39. Zug den Punkteabstand wieder her. 1½ - 3½

Nun sollte aus den letzten drei Kämpfen, die alle gut für uns standen, doch noch ein Punkt zu ergattern sein.

Brett 1:
Bernd Podschun gegen Swemers. In der vergangenen Saison patzte Bernd gegen seinen heutigen Gegner, was ihm Motivation genug war. So spielte er von Beginn an auf Angriff, schnürte seinen Gegner regelrecht ein. Dieser kam auch in Zeitnot, nicht nur, weil er 10 Minuten zu spät zum Kampf erschienen war, sondern Bernds Druck erheblich war. Es kam zum Damentausch. Trotzdem hielt Bernd den Druck aufrecht. Dann kam im 31. Zug wohl ein Blackout, er ließ den Turm stehen, anschließend noch den Läufer..... Nach vier Stunden kam St. Hubert auf 2½ - 3½ heran.

Brett 8:
Uli Külkens gegen Roosen. Uli spielte mal wieder mit der Zeit, leider mit seiner eigenen. Nach 20 Zügen blieben ihm noch 15 Minuten (!). Trotzdem zog er seine verbundenen Freibauern gnadenlos am Damenflügel auf. Eine Frage der Zeit, bis der Gegner Federn hätte lassen müssen. Ein nicht ausgeführter, einfacher Turmzug kostete eine Figur, Stellung und Partie waren verloren. Zwei Patzer in kurzer Folge sorgten für den Ausgleich. Nach vier Stunden also 3½ - 3½.

Brett 6:
Artur Henzel gegen K. Swemers. Artur hatte mit seiner Gegnerin ebenfalls noch eine Rechnung aus der letzten Saison offen. Bis zum Turmendspiel mit je 5 Bauern waren keine Vorteile für die ein oder andere Seite zu erkennen. Arturs Ehrgeiz ließ ihn weiterzocken. Unsere Mannschaft war bereits zuhause, als Artur um 16.30 Uhr doch noch den Randbauern abholte und dadurch den Sieg rettete. Der Mannschaftsführer vernahm das Ergebnis telefonisch voller Freude. Glückwunsch Artur zu Deiner Zähigkeit. 3½ - 4½.

 
Lutz Frantzen