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Ein Sonntag im November. Volkstrauertag. Wie eng Freude und Trauer miteinander verbunden sind, konnte man beim Wettkampf St. Hubert II gegen St. Tönis III erleben.
Zuerst musste der Spielort von St. Hubert nach St. Tönis verlegt werden. Kein Problem. Dann können die St. Huberter nur mit 6 Mann antreten. Kein Problem. So gewinnen Thomas Samek und Bernd Magen kampflos ihre Partien - 0 : 2 für uns. Dies schien den Schachfreunden Ruppert Schellkes und Helmut Smeets nicht zu gefallen. Denn um 11:35 Uhr gab sich Ruppert nach 21 Zügen geschlagen. Irgendwie war er nicht ganz bei der Sache. Schwamm drüber - am 2. Advent geht es gegen die WSB I. Es kann nur besser werden. Bereits 10 Minuten (!) später gab Helmut im 39. Zug (!!) auf. Vielleicht hätte er etwas langsamer spielen sollen.
Wer aufgepasst hat - Ergebnis um 11:45 Uhr 2 : 2. Zu diesem Zeitpunkt standen Hendrik Rungelrath und Jürgen Cablitz auf Sieg, Uli Stendahl und Heinrich Kusel sahen eher nach Remis aus. Mit anderen Worten: Wir hätten 3 : 5 gewinnen können. Aber es kam anders:
Gegen 14:15 Uhr fragt Hendrik, ob er Remis anbieten darf. Einerseits hatte er eine Gewinnstellung auf dem Brett, andererseits musste er den Gewinnzug (S x c4) sehen. Dies war nicht einfach, da dieser Zug mit einer Abtauschvariante verbunden war, die man korrekt spielen musste. Hendrik signalisierte auch, dass er z. Z. keine Idee hat, die Partie sicher nach Hause zu bringen. Infolgedessen bot er Remis. Sein Gegner nahm dankbar an, es stand nun 2½ : 2½.
In Rahmen der anschließenden Analyse ärgerte Hendrik sich über den nicht gesehenen Gewinnzug, aber die Routine wird er in den nächsten Jahren bekommen. So hat er ein sicheres Remis erzielt. Wer weiß, wie die Partie sonst ausgegangen wäre.
Jetzt sorgte Jürgen für die Führung. Nach drei Stunden setzte er seinen Gegner Matt. Ein seltenes Bild auf einem Wettkampfbrett. Meistens hört man vorher auf. Dennoch: 2½ : 3½.
Nun spielten nur noch Uli und Heinrich. Wir erinnern uns: Gegen 12:00 Uhr sahen beide Partien nach Remis aus; um 13:00 Uhr half nur ein Schachwunder. Und was soll man lange schreiben - die III. Mannschaft ist unterm Helm geboren: Heinrich stand klar auf Verlust. Uli's Gegner musste nur den Siegzug finden. Das tat er aber nicht. Er bot Remis! Nach Rücksprache mit den Mannschaftsführern wurde Uli's Partie Remis gewertet und Heinrich musste den Verlustpunkt akzeptieren. Endstand gegen 13:20 Uhr: 4 : 4 !
Wie oft an diesem Spieltag Freude und Trauer hin und her wanderten, kann nur derjenige ermessen, der solche Mannschaftskämpfe selbst erlebt hat.
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