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Über den 22. April wird man wohl noch sehr lange berichten. An diesem ersten schönen Sonntag spielten wir gegen die II. Mannschaft von Meerbusch. Punkt 10:00 Uhr eröffneten alle Spieler ihre Partien. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, daß das heute ein Arbeitstag werden sollte.
Gegen 11:58 Uhr verlor Strootmann an Brett 2 gegen Cablitz - 1 : 0. Vielen Dank Jürgen! Was soll man zu einer so schnellen Partie schreiben?
Bereits 23 Minuten später gewann Herr Rungelrath an Brett 8 gegen Krauss - 2 : 0. Eine wirklich sehenswerte Rückkehr zum Turnierschach.
Nach weiteren 7 Minuten einigten sich Schardt und Schellkes an Brett 5 auf Remis - 2½ : ½.
Eine halbe Stunde später mußte sich Hendrik Rungelrath an Brett 7 Odabesi geschlagen geben - 2½ : 1½. Leider hatte Hendrik einen Bauern unterschätzt.
Ab 13:00 Uhr wurde es spannend. Wir befanden uns gegen Meerbusch II auf dem Weg zum Sieg. Da meinte Heinrich, die Uhr sei nicht so wichtig und vergaß in Zeitnot zu drücken. So verlor er eine bis dahin unklare Partie - 2½ : 2½.
Kurz darauf gab Schröder an Brett 1 gegen Stendahl auf - 3½ : 2½. Der Zeitmesser stand bei 13:30 Uhr. Die Sensation war zum Greifen nahe, da Helmut Smeets an Brett 4 gegen Thieme ein Bauernendspiel hatte, das durchaus Remis zu halten war. Außerdem stand Bernd Magen an Brett 6 gegen Lier eindeutig (!) auf Gewinn.
Nun begann der Krimi:
Gegen 14:30 Uhr hatte Helmut seine Partie verloren - 3½ : 3½. Der Mannschaftsführer von Meerbusch, Herr Henschel, bot nun Mannschaftsremis an. Da ich nach wie vor besser stand, lehnte ich ab. In den verbleibenden 3½ Stunden schaffte ich es, eine klare Gewinnpartie so zu verändern, daß kurz vor 18:00 Uhr, in Zeitnot (!) nur noch ein Remis möglich war - 4 : 4.
An dieser Stelle möchte ich mich bei der gesamten Mannschaft entschuldigen; leider fehlte mir die Routine, um eine klare Gewinnpartie sicher nach Hause zu bringen. Vielleicht sollte ich auch aus dem Verein austreten?!
(Anmerkungen eines "Kiebitzes" (Roland Nepsen): Da Bernd mit seiner Partie vollauf beschäftigt war, bekam er nicht jede "Nuance" dieses dramatischen Kampfes mit. An Brett 1 gab der Meerbuscher auf, obwohl Uli Stendahl nur Dauerschach hatte! Helmut Smeets hätte das Bauernendspiel nicht nur halten, sondern sogar einfach gewinnen können!)
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