WSB Krefeld II - Springer III 2½ : 5½
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WSB Krefeld II - Springer III 2½ : 5½
 
7.05.2001
 
Und die Zirkus-Gala geht weiter: Manege frei; Sensationen, Sensationen! Ohne doppelten Boden, ohne Tricks, ohne Hilfe gewinnt die III. Mannschaft gegen WSB Krefeld II mit 5½ : 2½.

Jetzt wird manch einer sagen: "Hätten die doch gegen Süchteln gewonnen...", oder vielleicht auch "Die Remis gegen St. Hubert und Meerbusch waren eigentlich sichere Siege...". Doch Nachkarten nützt nichts. Leider haben wir in dieser Saison nicht immer sehr glücklich gespielt. Dennoch kann und muss der Mannschaftsführer seiner Truppe mindestens ein Lob aussprechen: "Jungs, bisher habt ihr gezeigt, dass die Zusammensetzung völlig richtig war. Danke für diese herrlichen Sonntage."

Einige Impressionen vom 6. Mai 2001: Nachdem Bernd Magen vor zwei Wochen fast acht Stunden für ein unnötiges Remis benötigte, zeigte er heute, dass er bereits nach 70 Minuten gewinnen kann. Dabei überraschte er seinen Gegner, Herrn Huber, mit einer Bauernphalanx, die sich unaufhaltsam der Rochadestellung näherte. Nach diversen Abtauschaktionen hatte Bernd nicht nur eine Dame mehr, sondern auch den Gewinn in der Tasche - 1 : 0.

Bereits zwanzig Minuten später beendete Ruppert Schellkes gegen Herrn Rabinovych seinen konsequent vorgetragenen Angriff. Diesmal blieb lange Rochade gegen kurze Rochade als Sieger zurück - 2 : 0.

Dann erfolgte ein Rückschlag: Helmut Smeets hatte gegen Frau Gubina einerseits eine Mehrfigur erkämpft, andererseits ihren Läufer sowie den laufenden Angriff unterschätzt. Nur zwei Minuten nach dem 2 : 0 musste Helmut sich geschlagen geben - 2 : 1.

Danach waren alle anderen Partien unklar. Noch war alles möglich. Jetzt setzte sich unsere neue "Geheimwaffe" in Bewegung: Heinrich Rungelrath, er musste für seinen musizierenden Sohn einspringen, erkämpfte sich einen Mehrbauern und setzte diesen so in Szene, dass sein Gegner, Herr Nercrachevych, nur aufgeben konnte - 3 : 1.

Zu diesem Zeitpunkt sah es an den übrigen Brettern wie folgt aus: An Brett 1 stand Uli Stendahl gegen Herrn Hack unklar; Jürgen Cablitz an Brett 2 gegen Herrn Tarassow auf der Gewinnerstraße; Brett 3 mit Heinrich Kusel gegen Herrn Roukavizyn hätte man auch mit Halma verwechseln können - also sehr wahrscheinlich Remis; an Brett 7 schnürte Frau Volk unseren Stammersatz Helmut Koslowski immer mehr ein.

Jürgen benötigte noch eine halbe Stunde, in der er schon mal eine kleine Schwäche zeigte, um seinen Gegner niederzuringen - 4 : 1.

Dies nutzte der Mannschaftsführer, um Heinrich Kusel um ein Remis zu bitten. Heinrich hatte zwar die Halmastellung aufgebrochen und hätte vielleicht gewonnen, der Mannschaftssieg ging aber auch ihm vor - 4½ : 1½.

In einem spannenden Duell, bei dem mal Uli mal Herr Hack vorne lagen, gewann nach einem fatalen Fehler unser Mann für Überraschungen - 5½ : 1½.

An Brett 7 sah man lange Zeit eine sicher und souverän spielende Frau Volk. Eine kurze Konzentrationsschwäche konnte Helmut leider nicht vollständig für sich nutzen, da er einen verheerenden Springerzug (!) übersah. Nach einer großen Abtauschaktion hatte Frau Volk für das Endspiel neben einigen Bauern noch einen Springer. Helmut hatte nur ein paar Bauern. Daher gab er auf - 5½ : 2½.

 
Bernd Magen