Springer III - Nettetal II 5 : 3
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Springer III - Nettetal II 5 : 3
 
11.11.2001
 

Springer St. Tönis III Nettetal II 
Krauhausen (1862)-Thieme (1440)1 : 0
Külkens (1727)-Faahsen (1669)½ : ½
Stendahl (1606)-Oler, E. (1604)1 : 0
Kusel (1540)-Schumacher (1561)1 : 0
Smeets (1574)-Dombrove (1547)0 : 1
Magen (1581)-Rösges (1459)½ : ½
Schellkes (1585)-Lubberich (1396)0 : 1
Rungelrath (1277)-Moonen (1686)1 : 0
   5 : 3

Der Wettkampf St. Tönis III gegen Nettetal gestaltete sich bis zur dritten Stunde sehr offen. Nach einem sehr schönen Auftaktsieg von Hendrik Rungelrath gegen Moonen erlebten die Springer eine erneute Niederlage von Schellkes. Weiß hatte nach Tausch eines Springers gegen den schwarzen weißfeldrigen Läufer keine Probleme, die Bauernkonstruktion des Schwarzen einzureißen. Der Gewinn des Nettetalers war danach nur noch eine Frage der Technik. Für Hendrik war dies der erste Sieg nach drei Niederlagen. Smeets hatte ein komplettes Schwerfigurenendspiel mit zwei Türmen und der Dame. Leider konnte der St. Töniser die Übersicht über das anschließend beginnende Endspiel nicht gewinnen. Der Vorstoß mit dem schwarzen Bauern auf b4 hätte bei Weiß einen rückständigen a2 Bauern hinterlassen. Gleichzeitig musste die b und c Linie (ggf. 7 Reihe) noch gesichert werden!! Schade!

Die 2:1 Führung der Nettetaler wurden anschließend durch zwei Siege unserer III. Mannschaft zur erstmaligen Führung ausgebaut. Stendahl gewann im Endspiel einen sehr wichtigen Bauern und schob anschließend seelenruhig seinen König in das Zentrum. Hier konnte der schwarze König live die Entstehung von zwei schwarzen Freibauern auf dem Königsflügel erleben. Die Aufgabe des Nettetalers erfolgte umgehend. Bereits in der Eröffnung bekam Kusel gegen Frau Schumacher kleine Vorteile. Die Vorteile summierten sich schließlich im Mittelspiel durch einen sehr starken Springer gegen einen Liberoläufer (Läufer steht hinter den eigenen Bauern). Nachdem Weiß den h Bauern gewann, war der Sieg in wenigen Zügen gesichert.

Viel Arbeit hatte Krauhausen in seiner Partie gegen Thieme. Weiß hatte starkes Angriffspotential und verstärkte laufend seinen Druck gegen den schwarzen Königsflügel. Nach einer wilden Abwehrschlacht (Tausch sämtlicher schweren Figuren) legalisierte sich der Angriffsdruck. In dieser Phase konnte die schwarze Dame jetzt verstärkt Angriffsfunktionen übernehmen und verschaffte schließlich in Zusammenarbeit mit zwei leichte 0ffiziere einen Damengewinn auf der c Linie.

Den Mannschaftssieg schaffte schließlich Magen gegen Rösgen nach einem hartumkämpftes Remis. Nach guter Eröffnung konnte jedoch der Nettetaler sehr schnell ausgleichen und hatte zeitweise große positionelle Vorteile. Bernd hatte Mühe, immer rechtzeitig am "Brandherd" (Damenflügel) zu sein. Nach weiteren Zügen erkannte auch der Nettetaler die Schnelligkeit der weißen Figuren und musste mit Remis abschließen.

Der längste Tag erfolgte in der Partie Külkens gegen Faahsen. Beim Stande von 4,5 : 2,5 (Sieg für die III. Mannschaft) wurde schließlich Remis gegeben. Nach 237 Minuten waren alle 32 Figuren noch auf dem Brett versammelt. Auch in dieser Phase bestand eine sehr hohe Zeitnotphase beim St. Töniser. Weiß hatte zwar Raumgewinn, aber alle Figuren spielten noch mit! Drei weitere Stunden wollten beide Spieler - Gott sei Dank - nicht mehr erleben. Wie sagte doch Bernd Magen zum Mannschaftsführer: "Demnächst spielen wir Halma".

Dem ist nichts hinzuzufügen!

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Ulrich Külkens