Grefrath I - Springer III 5 : 3
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Grefrath I - Springer III 5 : 3
 
24.01.99
 
Douteil - Külkens ½
Anders - Schellkes 1:0
Klaucke - Smeets ½
Gartz - Kusel 0:1
Paschmann - Schüller, Wa 1:0
Kurschat - Vinken 1:0
Wolters - Magen ½
Verhees - Klaus ½

Auch in der sechsten Runde der diesjährigen Meisterschaft konnten wir keinen Sieg erringen! Gegen den bisherigen Letzten haben wir wohl die "rote Laterne" getauscht! Problemfall war die sehr frühe Niederlage von Ruppert Schellkes ( 9 Züge nach ½ Stunde Spielzeit). Ein normaler Spielaufbau mit weiteren Möglichkeiten in den späteren Stunden, konnte ab sofort nicht mehr verwirklicht werden, weil nur noch ein bedingungsloses Angriffsspiel gegen die vermeintlich schwächeren Grefrather zum Erfolg führen konnte.

Schellkes
Stark an die sechste Partie von Kasparow gegen den Computerriesen Deep Blue erinnerte diese Partie. Sinnloses Damenschach mit falschem Figurenabtausch und späterem h6 Bauern- vorstoß führte bei Schwarz nach einem Springeropfer sofort zur Aufgabe. Es drohte Matt, Damen- oder Turmgewinn.

Külkens
Königsindische Verteidigung. Weiß hatte frühzeitig seinen h Bauern an die Front geworfen. Linienöffnung war schnell vorhanden. Im frühen Mittelspiel ergaben sich nach umfangreichen Positionsmanövern (entgegengesetzte Rochaden) Angriffsmöglichkeiten für beide Parteien. Bei 33 Zügen (beide standen in der Zeitnotphase) erfolgte nach Zugwiederholung sofortiges Remis.

Smeets
Helmut hatte ein schwieriges Spiel auf dem Damenflügel erhalten. Schwarz besaß Angriffsmögllichkeiten und hatte auf dem Damenflügel die bessere Position. Nach der Konsolidierung der weißen Stellung hatte Helmut Raumvorteil auf dem Königsflügel und im Zentrum. Wegen geschlossener Stellung ( 7 Bauern ) erfolgte ein leistungsgerechtes Remis.

Kusel
Bereits im frühen Mittelspiel übernahm Heinrich die Regie. Ein stärkerer Läufer und ein sehr gut stehender Turm bestimmten das Geschehen auf dem Brett. Auch der Damentausch brachte keine Erleichterung für den Gegner. Der schwarze König marschierte anschließend in die weiße Stellung und setzte die Eroberung von Land und Bauern fort.

Schüller, Walter
Walter spielte direkt in den ersten Zügen auf den feindlichen König. Verstärkt durch ein sehr gut bestücktes Zentrum konnte ein direkter frontaler Bauernangriff auf dem Königsflügel von Schwarz erfolgen. Bei der anschließenden Abwicklung hatte Schwarz ( wahrscheinlich Zeitnot von Walter) besseres Spiel erhalten und konnte wegen Matt direkt gewinnen.

Vinken
Bereits in der Eröffnung hatte Stefanie aufgrund eines fehlerhaften Tausches einen Minderbauern erhalten. Weiß entwickelte anschließend seine Stellung. Den Angriff von Schwarz auf dem Königsflügel konnte er leicht parieren. Bei dem Versuch, einen Bauerngleichstand zu erhalten, tappte Schwarz in eine bekannte Falle. Nach Gewinn dieser Leichtfigur konnte Weiß sehr schnell gewinnen.

Magen
Trotz entgegengesetzter Rochade und evtl. leicht besserer Stellung von Weiß erfolgte eine Punkteteilung. Die Punkteteilung war aus folgenden Gründen gerechtfertigt:
  • Sieben Bauern
  • Eine offene Linie (d) mit Tauschbereitschaft
  • Bei Punkteteilung war der Meisterschaftskampf bereits beendet!

Klaus
Wolfgang hatte ein Springermanöver in das eigene Lager nicht gesehen. Der Springer gastierte direkt im Zentrum und gewann den e6 Bauern . Der Rückzug dieses Springers in das eigene Lager war allerdings verwehrt. Statt diesen Springer in Ruhe zu lassen, verwendete Wolfgang seine gesamte Energie darauf, diesen Springer zu erobern. Beim Stande von 4 : 0 und überlegender Stellung gab der Grefrather Remis und vollendete den ersten Grefrather Sieg seit Ende der vergangenen Saison.

 
Uli Külkens