Turm VII - Springer III 1½ : 6½
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Turm VII - Springer III 1½ : 6½
 
28.11.99
 
Mit freundlicher Unterstützung von Turm Krefeld VII konnte zwanzig Tage nach dem Zweitrunden-Debakel endlich der erste Sieg verbucht werden. Bereits nach einer Stunde stand es 4:0 für uns - wenn auch nicht auf Grund spielerischer Glanzleistungen, sondern weil dem Gegner vier Spieler abhanden gekommen waren!

Die übrigen vier Partien gingen mit 2½:1½ ebenfalls an uns, so daß man durchaus behaupten kann, die III. "Springer" haben das Gewinnen doch nicht ganz verlernt.

Hier einige Impressionen von den acht (vier) Partien:

  1. Uli Stendahl wurde diesmal zum unfreiwilligen Schnellspieler. Bereits nach 30 Minuten Spielzeit (!) und 13 ausgeführten Zügen gab sein Gegner anläßlich eines unabwendbaren Damenverlustes infolge einer "Springer"-Gabel (schach! und gardez!) entnervt auf.
  2. Bei Heinrich Kusel scheint die Ostereier-Sammlung unterbrochen zu sein. In einer rasant gespielten Partie, die mal für Heinrich, mal für den Gegner auf Gewinn stand, wurden nach einem Generalabtausch fair die Punkte geteilt.
  3. Rupert Schellkes wartete geduldig bis auf der Uhr 60 Minuten und 1 Sekunde verstrichen waren, um seinen kampflosen Sieg zu akzeptieren.
  4. Wie sang doch einst Mike Krüger: Mein Gott Walter ... Er kann zur Zeit einfach nicht gewinnen. Seine junge Gegnerin überraschte ihn mit einem respektlosen Angriff auf seine schon frühzeitig desolate Königsstellung. Zwar konnte er sich kurzfristig befreien - so meinte er zu mindestens - aber dann schlug er einen vergifteten Bauern mit einem ungedeckten Turm. Seine Gegnerin freute sich über diesen Fehler, denn nun konnte sie mit ihrer Dame Schach geben und gleichzeitig den Turm gewinnen. In dieser ausweglosen Situation gab Walter auf.
  5. Auch Mathias Funken durfte nach gefallener Zeitplatte einen kampflosen Punkt verbuchen.
  6. Wegen der sicheren Führung spielte Bernd Magen eine geschlossene Variante mit aller Konsequenz, d. h. er durfte "nachsitzen". Nachdem die "glorreichen Sieben" so gegen 13.30 Uhr mit 5½:1½ nach Hause gefahren waren, kämpfte Bernd noch eine gute Stunde länger. Zwar bot er im 32. Zug Remis an, aber der Gegner wollte etwas für seine DWZ tun und lehnte ab. Daraufhin schaltete Bernd auf "Sieg" um, und griff die Rochadestellung sowohl mit dem Läuferpaar als auch mit den Türmen und der Dame an. Beim anschließenden Abtauschen übersah Bernd einen vorteilhaften Bauerngewinn. Nun schien doch alles auf Remis herauszulaufen. Aber eine letzte "Falle" brach dem Gegner doch noch das Genick. Bernd gab anscheinend einen seiner Bauern auf, indem dieser vom gegnerischen Springer geschlagen werden konnte, der jetzt auf der selben Diagonale wie der eigene König stand. Nun griff Bernd diesen undeckbaren Springer mit seinem Läufer an und der Gegner gab auf.
  7. Helmut Koslowski konnte es weder seinem Namensvetter von Turm VII nachmachen (dieser spielte Remis) noch etwas für seine DWZ tun, da auch er kampflos einen Punkt holte.
  8. Unsere Ersatzspielerin, Stefanie Vinken, konnte allein durch ihre Anwesenheit den vierten kampflosen Punkt sichern.

 
Bernd Magen