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Die Stadtmeisterschaft 2000 ist entschieden und ich darf mich jetzt "Milleniums Meister" nennen! Na ja, das sollte man nicht ganz so ernst nehmen. Tatsächlich habe ich eine gesunde Portion Glück benötigt. Vizemeister wurde Claus Hamacher in seinem ersten Turnier nach langjähriger Schachabstinenz - abgefangen erst auf der Zielgeraden in der letzten Runde! Dritter auf dem Treppchen ist Thomas Basen, der ausgerechnet gegen mich aufgrund einer Erkrankung nicht antreten konnte.
Die diesjährige Stadtmeisterschaft wurde im Schweizer System ausgetragen. Da wir in jedem Jahr drei Pokale ausspielen (neben der Stadtmeisterschaft den Leo Kruijer Pokal und den Peter Hausmann Pokal), wurden die Teilnehmer aufgrund ihrer DWZ Zahl in drei Gruppen eingeteilt: Der A - Gruppe (die lediglich um die Stadtmeisterschaft spielte), der B - Gruppe (die um den Leo Kruijer Pokal und die Stadtmeisterschaft spielte) und der C - Gruppe (die um alle drei Pokale spielte).
Den Leo Kruijer Pokal konnte überraschender Weise Bernd Magen gewinnen, der eigentlich der C - Gruppe zugeordnert war! Somit fiel der Peter Hausmann Pokal an den Zweitplatzierten der C - Gruppe Frank Drießen.
Ein hervorrangendes Turnier spielte auch Giuseppe Salamone, der in der Auftaktrunde Werner Fischdick bezwingen konnte und gleich danach Peter Drißen ein Remis abtrotzte. Auch den Skalp von Ralf Kruijer konnte er an seinen Gürtel hängen. In den letzten vier Runden musste er dann seiner starken Gegnerschaft Tribut zollen, wurde aber trotzdem mit einem DWZ Gewinn von 50 Punkten belohnt!
Ein sehr gutes Turnier spielten auch Hans Kalkmann (der lange um den Titel mitspielte), Günter Krauhausen und Rupert Schellkes. Hendrik Rungelrath spielte sein erstes Turnier bei den Senioren mit und konnte einige Recken hinter sich lassen. Aufgrund seiner extrem unterbewerteten DWZ konnte er natürlich den höchsten DWZ Zuwachs verzeichnen. Ich bin überzeugt davon, dass der Zwölfjährige im nächsten Jahr dieses Ergebnis deutlich übertreffen wird.
Der Mitfavorit Werner Fischdick wurde schon in der ersten Runde angezählt (durch seine Niederlage gegen Giuseppe Salamone) und wurde durch eine Niederlage gegen Peter Drißen in der 6. Runde noch einmal zurückgeworfen. Entscheidend in den Titelkampf eingreifen konnte er erst in der Schlussrunde durch ein Remis gegen Claus Hamacher (vielen Dank Werner!). Wie ich Werner kenne, wird er sich für das nächste Jahr etwas mehr vornehmen. Das gleiche gilt hoffentlich auch für andere Spieler der ersten Mannschaft, die fast alle einen negativen DWZ Zuwachs (!) verzeichnen mussten.
Ein trauriger Aspekt der diesjährigen Stadtmeisterschaft ist die Zahl der kampflosen Partien: ganze 18 Punkte wurden ohne Kampf vergeben. Dies entspricht 15% der Partien oder einem Durchschnitt von 2 kampflosen Partien pro Runde! Dies hängt natürlich mit der Umstellung auf das Schweizer System zusammen, ist aber entschieden zuviel. Einige Spieler sollte vielleicht mal über einen Terminkalender nachdenken.
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